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Stoppelcross zieht Massen an


Grafel. Geruch von Benzin, dazu der Duft frisch gebrutzelter Bratwurst und Pommes und über allem der leichte Nebel aufgewühlter Feld-erde. Dazu das Aufheulen, Pfeifen und Röhren hochgetriebener Motoren. Das sind die Zutaten, die begeisterte Motorsportfans brauchen, um glücklich zu sein. Ein Rezept, das wieder für eine gelungene Veranstaltung am vergangenen Wochenende sorgte. Hunderte Motorsport begeisterte Menschen fanden den Weg nach Grafel zur Sandkuhle, um den Saisonauftakt der diesjährigen Meisterschaft des NAVC gemeinsam zu zelebrieren. Von Lutz Schadeck


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Start frei für die Stoppelcross-Saison 2010: Am Sonntag gab es in Grafel den ersten Renntag. Fotos: Schadeck

Als besonderes Highlight gab es erstmalig die Klasse J. In dieser Klasse starteten acht Jugendliche im Alter zwischen 15 und 18. Zum Beispiel der 16-jährige Philipp Hartmann aus Fahrendorf für den FAC und Daniel Schröder (15) für die MSG Sprekens. Sie sind trotz ihres jugendlichen Alters keine Anfänger. Erste Erfahrungen haben sie schon mit den Crosscarts gesammelt. Jetzt also Serienfahrzeuge bis 1400 ccm und maximal 80 PS. Geübt haben sie zum Teil schon mit diesen für sie neuen Fahrzeugen auf dem Hof der Eltern. Genauso wie die „Alten“ basteln und schrauben sie an ihren Fahrzeugen mit Begeisterung herum, um das letzte aus den Boliden herauszuholen. Und dann geht es ab auf die Piste.

Reiner Diehn springt wie ein Derwisch auf die Bahn, schüttelt die gelbe Fahne und dann heulen die Motoren auf. Sand spritzt vom Start an weg, zurück bleiben ein aufgewühlter Boden und eine sich langsam senkende Sandnebelwolke. Inzwischen liefern sich die Jugendlichen einen harten Kampf auf dem Rondell. Plötzlich ein erschreckter Aufschrei im Publikum. Ein Polo hat sich in der Kurve überschlagen und bleibt auf dem Dach liegen. Das Rennen wird unterbrochen und ruckzuck sind Helfer und Rettungsdienstler vom DRK am Fahrzeug. Erleichterung bei allen, als sie sehen, dass die 16-jährige Malin Buck – wohl noch etwas benommen – heil aus dem Auto klettert und von ihrem Vater in die Arme genommen wird. Auch Freund Arne Burfeindt ist sofort zur Stelle. Malin ist die Kurve etwas zu schnell angegangen. Aber Überrollbügel, Helm und Nackenschutz sowie ihre Erfahrung als Crosscart-Fahrerin haben Schlimmeres verhindert.

Wie es ihr ging, als sie so kopfüber da lag, kommentierte Malin mit: „Schon irgendwie komisch.“ Lächelnd hört sie sich die teilweise sorgenvollen aber auch aufmunternden Bemerkungen der Mitfahrer an. Warum sie überhaupt diese Rennen fährt? „Na ja, da kommt das Adrenalin hoch. Das ist einfach geil!“ Vater Kurt Walter Buck jedenfalls ist froh, dass alles glimpflich ausgegangen ist. Nun hat er reichlich zu tun, um den Wagen wieder flott zu kriegen. Aber als KFZ-Mechaniker sieht er darin kein Problem.

Das Publikum hat inzwischen seine Aufmerksamkeit längst wieder dem Renngeschehen zugewandt. Alles in allem ein für Motorsportfans tolle Veranstaltung bei der nicht nur der ausrichtende Verein MC Brillit sondern auch alle anderen Beteiligten, wie zum Beispiel Helfer verschiedener Motorsportvereine bestens Hand in Hand arbeiteten. Die nächste Runde der Meisterschaft findet am 15. und 16.Mai in Elm statt.

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Obwohl erstmalig in der Klasse J dabei sind Philipp Hartmann (16) aus Fahrendorf und Daniel Schröder (15) aus Sprekens schon alte Motorrennsport-Hasen.
Artikel vom 21.04.10 - 07:49 Uhr
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