Investition in die Zukunft
SELSINGEN. Während die Landeskirche Stellen streicht, investiert die Kirchengemeinde Selsingen in die Zukunft. Seit 1. September ist Edda Nolte als zweite Diakonin in der Gemeinde tätig. Die gebürtige Uelzenerin, die zuletzt in einer Kirchengemeinde im Berliner Stadtteil Spandau beruflich wirkte, hat zunächst einen Vertrag für drei Jahre unterschrieben.

Freuen sich auf die Zusammenarbeit mit Edda Nolte (Mitte): Helmut Winkelmann (von links), Johann Junge, Heiner Morgenstern und Anja von Minden. Die gebürtige Uelzenerin ist seit dem 1. September als zweite Diakonin in der Kirchengemeinde Selsingen tätig. Dort wird ihre Stelle ausschließlich aus gemeindeeigenen Mitteln finanziert. Am kommenden Sonntag, 5. September, wird Edda Nolte offiziell während des Gottesdienstes als neue Diakonin von St. Lamberti begrüßt. Foto: zz/sd
Edda Nolte wird sich künftig der Arbeit mit Kindern und jungen Familien widmen. Offiziell begrüßt wird die neue Diakonin während des Gottesdienstes am Sonntag.
Eigenfinanzierte Stelle
Wie von Helmut Winkelmann vom Förderverein der Kirchengemeinde Selsingen zu erfahren war, wird die Stelle der neuen Diakonin ausschließlich aus gemeindeeigenen Mitteln finanziert. „Gott und die Gemeindeglieder haben uns etwas anvertraut. Die Spenden sind dazu da, um in die Zukunft der Kirchengemeinde zu investieren“, so Winkelmann, der ebenso wie der Kirchenvorstand darauf hofft, dass sich eine langfristige Zusammenarbeit entwickelt.
„Die Mittel für die nächsten drei Jahre stehen bereit. Natürlich wünschen wir uns eine langfristige Zusammenarbeit, doch dazu sind wir weiterhin auf die Unterstützung durch die Gemeinde angewiesen“, betonte Heiner Morgenstern vom St.-Lamberti-Kirchenvorstand.
Echtes Nordlicht
Dass die Diakonin in Selsingen landete, ist kein Zufall. Als echtes Nordlicht, das mehrere Jahre auf Norderney arbeitete, fühlte sie sich dem flachen Land immer verbunden. Dennoch verbrachte sie einen Großteil ihres bisherigen Berufslebens in Berlin. Die Zeit der Wende empfand sie als ungemein spannend, interessant, aber auch anstrengend und ihre Tätigkeiten in verschiedenen Gemeinden und als Referentin des Chefs der Berliner Stadtmission prägten die neue Mitarbeiterin, die sich aus einem ganz einfachen Grund für Selsingen entschied. „Alles hat seine Zeit und ich merkte einfach, dass meine Zeit in der Großstadt beendet war. Ich wollte wieder zurück in meine norddeutsche Heimat.“
Die Stellenausschreibung der Selsinger Kirchengemeinde entsprach genau meinen Vorstellung und deshalb brachte ich die Bewerbung auf die Weg. Und dann passierte das Wunder. Ich wurde genommen“, beschreibt Edda Nolte den Weg von der Großstadt zurück aufs flache Land. Die ersten Eindrücke, die die neue Mitarbeiterin in Selsingen sammelte, sind durchweg positiv. Edda Nolte lobte die offene und freundliche Art, mit der man ihr begegnet sei. (zz/sd)
Gott und die Gemeindemitglieder haben uns etwas anvertraut. Die Spenden sind dazu da, um in die Zukunft der Kirchengemeinde zu investieren.
helmut winkelmann vom Förderverein der Kirchengemeinde
Alles hat seine Zeit und ich merkte einfach, dass meine Zeit in der Großstadt beendet war. Ich wollte wieder zurück in meine norddeutsche Heimat.
Edda Nolte, neue Diakonin in Selsingen