
Zuvor hatten drei Dutzend Kommunalpolitiker, Touristiker und Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Osteland von der benachbarten Vorwerkbrücke aus bunte Schiffchen zu Wasser gelassen, die Papierkünstlerin Sigrid Frömming (Großenwörden) und Schulkinder aus Neuhaus/Oste mit Wünschen an den Fluss beschriftet hatten – zum Beispiel: „Bleib sauber!“
Mit der Kunstaktion, die in ähnlicher Form Anfang Januar den Auftakt zum „Jahr der Oste“ gebildet hatte, endete das „Jahr der Oste“ mit seinen über 420 Veranstaltungen an an beziehungsreicher Stelle: Das Wehr nahe der Furt trennt Obere und Untere Oste und markiert den Beginn der Deutschen Fährstraße Bremervörde-Kiel. Anschließend dankte Vize-Landrat Brünjes, der auch dem Tourismusverband Rotenburg/Wümme (Tourow) vorsteht, bei einem Grog-Empfang in der Caféteria des Bachmann-Museums der AG Osteland für deren Engagement, das den Bekanntheitsgrad der Oste und den Zusammenhalt der Anrainer über alle Kreisgrenzen hinaus spürbar erhöht habe: „Wir an der Oste sind heute eine große Familie.“
AG-Osteland-Vorsitzender Gerald Tielebörger (Wingst) wies in Anwesenheit örtlicher Kommunalpolitiker – darunter der Sittenser Samtgemeindebürgermeister Stefan Tiemann und der Bremervörder Vize-Bürgermeister Karl-Heinz-Imbusch – in launigen Worten auf die Fülle von Fortschritten hin, die 2009 an der Oste erzielt worden sind. Der Koordinator des Festjahres und Zweite Vorsitzende Jochen Bölsche (Osten) verlieh drei Mitgliedern für „unermüdliche ehrenamtliche Arbeit hinter den Kulissen“ die Goldene Ehrennadel des Vereins: Karl-Heinz Brinkmann (Osten), für seinen Einsatz als Webmaster der Seite www.jahr-der-oste.de, Albertus Lemke (Oberndorf) für Mitgliederwerbung und vielerlei organisatorischen Beistand und Wolfgang Schütz (Osten) für die Wiederansiedlung von Wanderfischen in der Oste.
Die 375 Mitglieder starke Arbeitsgemeinschaft wolle ihre erfolgreiche Arbeit auch 2010 unvermindert fortsetzen, kündigte Bölsche an: „Jedes Jahr ist ein Jahr der Oste.“
Vor dem Empfang hatte Brünjes die Festgesellschaft ins Bachmann-Museum zum Besuch der aktuellen Ausstellung „Alles Schrott“ eingeladen, deren Werke, erläutert von der Rotenburger Künstlerin Jeanette Clasen, sehr viel Anklang fanden. (bz)