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Kück räumt 2011 sein Büro


Oerel. In der Samtgemeinde Geestequelle wird zum 11. September 2011 der Schreibtisch des Verwaltungschefs frei: Helmut Kück (63) sieht von einer erneuten Kandidatur für das Amt ab. Das bestätigte er gestern auf BZ-Anfrage. Von Frauke Siems


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Helmut Kück

Zwar entfalle nach einem Entwurf des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes die bisherige Altersgrenze von 68 Jahren für „Hauptverwaltungsbeamte“. Doch „nach umfassenden Überlegungen und Abwägungen“ habe er sich gegen eine erneute Kandidatur entschieden. Bis zum 72. Lebensjahr hauptamtlich die Aufgaben eines Samtgemeindebürgers zu erfüllen, sei „nicht so ganz ohne“, betonte Kück im Gespräch mit der Redaktion.

„Mein Amt endet mit dem Ende der Wahlperiode für den Samtgemeindebürgermeister und den Samtgemeinderat am 31. Oktober 2011 nach einer Beschäftigung von dann genau 40 Jahren bei der Samtgemeinde Geestequelle“, teilt der Verwaltungschef in einer Presseinformation mit.

Für die SPD kam die Entscheidung Kücks „nicht völlig überraschend“, wie Fraktionssprecher Helmut Ringe gestern betonte. Ringe, Kück und der inzwischen verstorbene Harry Richter (CDU) hatten sich 2003 um das Amt des Samtgemeindebürgermeisters beworben. Kück, Wunschkandidat der Wählergemeinschaft Freier Bürger (WFB), gewann haushoch mit über 74 Prozent der Wählerstimmen.

Kücks Entscheidung sei „in sich logisch und von den Fraktionen nicht zu bewerten“, meinte Ringe und kündigte an, die Sozialdemokraten würden sich in Kürze zusammensetzen und erläutern, wie es weitergehe.

Der Oereler Gemeindebürgermeister hielt auch einen gemeinsamen Vorschlag mit der CDU – „vielleicht auch mit allen Fraktionen“ – für denkbar. Eines jedoch stand für ihn fest: „Ich scheide als Kandidat definitiv aus.“

Er sei zwar vier Jahre jünger als Kück, aber er habe seinen Schwerpunkt in der kommunal- und kreispolitischen Arbeit „so eindeutig auf Oerel gelegt“, dass er nicht mittendrin aufhören könne. Ein Samtgemeindebürgermeister müsse alle Gemeinden vertreten.

CDU-Fraktionssprecher Claus-Dieter Wagenlöhner räumte ein, er habe damit gerechnet, dass Kück „vielleicht weitermacht.“ Gleichwohl: Die CDU müsse und werde sich Gedanken über einen Kandidaten machen. „Die laufen ja auch nicht in Scharen in der Gegend rum“, meinte Wagenlöhner, der einen gemeinsamen Kandidaten von CDU und SPD ebenfalls nicht ausschloss.

„Korrekt und fleißig“

Karlheinz Poredda, kommunalpolitisches Urgestein der Geestequelle und mit 90 Jahren noch Bürgermeister in Hipstedt, bedauert Kücks Entscheidung sehr: Der Verwaltungschef sei „korrekt und fleißig“ und habe ein „Gespür“ für die kommunalen Erfordernisse. Dass Kück nicht erneut kandidiere, überrasche ihn, sagte der WFB-Politiker. Seine Fraktion werde zur Kandidatenfrage „in die Überlegung gehen“. In jedem Fall sei „der Weg frei für Gespräche.“

Artikel vom 02.09.10 - 08:29 Uhr
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