Klaus Wülpern erinnert sich nur zu gut an den Tag, als Fritz und er beschlossen, ein Nest für die Störche zu bauen. „Die Idee entstand bei einem Gespräch über den Gartenzaun. Wir waren beide der Meinung, dass sich hier in Ober Ochtenhausen ein Storchenpaar ansiedeln könnte. Kurz darauf nahm die Idee erste Formen an, denn im Winter baute ich die Unterkonstruktion für den späteren Horst“, schildert Klaus Wülpern die Anfänge. Im Februar 2002 war es soweit: Mit Hilfe von zwei Schleppern wurde das Nest aufgestellt – es befindet sich auf einem ausgedienten Strommast.
Dann begann die Zeit des Wartens und Hoffens, doch in den ersten Jahren beließen es die Störche bei kurzen Stippvisiten. Vor zwei Jahren erneuerten und verbesserten Klaus Wülpern und sein Nachbar Theo die Konstruktion abermals, doch der Horst blieb leer. Vorerst. Ende März dieses Jahres sichtete Klaus Wülpern einen interessierten Besucher: „Er sortierte die Zweige im Nest und ich dachte schon, jetzt könnte es klappen. Als er mittags wieder verschwand, sank die Hoffnung aber auf Null. Knapp zwei Wochen später war er wieder da und begann zu klappern und siehe da: Gegen Mittag waren die beiden zu zweit.“
Seitdem beobachtet Klaus Wülpern das Geschehen und fiebert dem Tag entgegen, an dem der Nachwuchs schlüpft. „Wir haben ja immer gesagt, dass wir eine Storchenparty feiern wollen, wenn hier wieder ein Paar nistet. Eigentlich wäre es jetzt ja an der Zeit“, so Klaus Wülpern. (zz/sd)