
Weil in Anderlingen am 12. September Erntefest gefeiert wird, standen sich der SV Sandbostel und die Fußballer um SVA-Trainer Klaus Otten bereits gestern Abend unter Flutlicht gegenüber. Am Ende sackten die Gäste im Samtgemeinde-Derby verdientermaßen einen Punkt ein, weil Sandbostel den berühmten Sack nicht vorzeitig zumachte und Anderlingen Moral zeigte.
Nach schwacher erster Halbzeit lagen die Anderlinger, die weiter auf den ersten Saisonsieg warten, mit 0:2 hinten. Zwei Weitschüsse bescherten dem SV Sandbostel in einer Partie mit nur wenigen nennenswerten Chancen die Treffer. In der 10. Minute war es Hendrik Schnackenberg, der aus 22 Metern den Ball mit links ins obere linke Ecke wuchtete. 20 Minuten später gelang Frank Stelling aus ähnlicher Entfernung mit dem rechten Fuß ein ebenso sehenswerter Treffer. Von Anderlingen war bis dahin – abgesehen von einem Schuss von Martin Schmidt (5.) – wenig zu sehen. Das sollte sich ändern.
Zur zweiten Halbzeit brachte Trainer Klaus Otten mit Thomas Holsten einen zweiten Stürmer. Und der 38-Jährige war erst 120 Sekunden auf dem Platz, als er nach Patzer der Sandbosteler aus 14 Metern traf. Die Anderlinger kämpften, Sandbostel machte Fehler und wurde bestraft. Vergaben Schmidt und Gieschen in der 66. und 74. Minute noch zwei gute Möglichkeiten, so war Abwehrspieler Sebastian Heins in der 80. Minute nach Eckstoß von Malte Holsten am hinteren Pfosten mit dem Kopf zur Stelle und markierte das 2:2. Nur eine Minute später hatte der eingewechselte Heiko Söhl die Chance zum 3:2 für die Gastgeber, doch Sandbostels Routinier köpfte den Ball an die Latte. Neun Minuten später pfiff der souverän leitenden Schiedsrichter Axel Wendt das faire Derby ab. „Ich muss bemängeln, dass bei uns die erfahrenen Spieler, das Heft in der zweiten Halbzeit nicht in die Hand genommen haben. Ein Dreier wäre heute wichtig gewesen“, sagte Sandbostels Trainer Hajo Buck.
„Ich hätte mir gewünscht, dass wir schon in der ersten Halbzeit so energisch gespielt hätten“, meinte SVA-Coach Klaus Otten.