
Beim ersten Teil der Titelkämpfe startete Svea Knoop in der nächsthöheren Altersklasse Jugend U18 und musste sich dadurch mit zum Teil zwei Jahre älteren Konkurrentinnen messen. Mit den gleich im ersten Versuch übersprungenen 1,73 Metern – bis dahin hatte sie nur bei 1,70 Meter einen Fehlversuch – ließ sie jedoch das gesamte Teilnehmerfeld hinter sich, knüpfte nach längerer Wettkampfpause direkt an ihre Bestleistungen aus dem Jahr 2011 an und wurde mit dieser Leistung verdient Landesmeisterin. Die nächste Sprunghöhe von 1,76 Meter war an diesem Tag noch etwas zu hoch für die Bremervörderin.
Janosch Bieck musste sich in seinem ersten Jahr in der neuen Altersklasse mit der im Vergleich zum letzten Jahr (4 kg) schwereren fünf Kilogramm schwere Kugel auseinandersetzen. Auch eine Jahrgangswertung gibt es bei der U18 nicht mehr, so dass zwei Jahrgänge in dieser Klasse starten. Als jüngerer Jahrgang musste sich der Bremervörder aber nur dem ein Jahr älteren Torben Ziesing von der LG Eichsfeld geschlagen geben. Mit einer Weite von 15,19 Metern holte sich Janosch Bieck die Vizemeisterschaft und verbesserte seine persönliche Bestleistung mit der 5-Kg-Kugel aus dem letzten Jahr um mehr als eineinhalb Meter. Seine „ehemalige“ Jahrgangskonkurrenz aus der M15-Schülerklasse (Jahrgang 1996) ließ er mit einem Abstand von mehr als einem Meter deutlich hinter sich. Für das Bremervörder Wurf- und Stoßtalent ist die Hallensaison damit aber auch schon wieder beendet, der Trainingsschwerpunkt in den nächsten Wochen liegt für ihn jetzt bei seiner Paradedisziplin Speerwurf.
Eine Woche später beim zweiten Teil der Meisterschaften ging Svea Knoop nach einer krankheitsbedingten Trainingspause in der Vorwoche leicht geschwächt in den Hochsprung-Wettkampf ihrer Altersklasse U16 (W15) und konnte dann auch nicht an ihre vor Wochenfrist erbrachte Leistung anknüpfen, unterstrich aber mit übersprungenen 1,69 Metern ihre Vormachtsstellung in Niedersachsen. Allerdings spielten auch ein wenig die Nerven mit, als ihre unmittelbare Konkurrentin Julia Götting vom SV Molbergen mit einer für sie neuen Bestleistung ebenfalls 1,69 Meter vorlegte, sich bereits aber bei 1,63 Meter einen Fehlversuch geleistet hatte. Dieser kleine Patzer der Molbergerin entschied die Titelvergabe zugunsten der Bremervörderin.
Nachwuchsspringerin Annalena Merkouris sollte in Hannover beim Hochsprung der U16 (W14) eigentlich nur zum ersten Mal Landesmeisterschaftsluft schnuppern, überraschte dann aber mit einer Steigerung ihrer persönlichen Bestleistung um fünf Zentimeter nicht nur ihren Trainer Marcus Bieck. In der Meldeliste noch auf Rang acht platziert, wurde sie am Ende mit im dritten Versuch übersprungenen 1,51 Meter Landesvizemeisterin.
„Die jetzt bei den Hallenmeisterschaften erzielten Leistungen unserer Athleten sind um so bemerkenswerter, da die Bremervörder Leichtathleten im Winter nicht die Trainingsbedingungen wie viele andere Athleten genießen, sprich die Möglichkeit haben, mehrmals wöchentlich unter optimalen Bedingungen wie etwa im Leistungszentrum von Hannover zu trainieren, sondern ihr Training in „einfachen“ Sporthallen absolvieren müssen“, betonte Klaus Michalski von der TSV-Leichtathletikabteilung.