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TSV hofft auf Sieg gegen Angstgegner


Bremervörde. Das Topspiel des 15. Spieltages der Oberliga Nordsee gibt es morgen in Bremervörde. Die Handballer des TSV empfangen um 16.30 Uhr in der Sporthalle Tetjus-Tügel-Straße den ATSV Habenhausen aus Bremen. Es ist ein besonderes Spiel, denn die Handballer aus der Hansestadt waren es, die Bremervörde die einzige Heimniederlage in den vergangenen 13 Monaten beibringen konnten. Von Michael brinkmann


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Bremervördes Torjäger Adnan Salkic will morgen einen Heimsieg gegen den ATSV Habenhausen – das Team seines Bruders Muris. Foto: Brinkmann

Mehr als ein Jahr ist es inzwischen her, dass der TSV ein Pflichtspiel in eigener Halle verloren hat. Am 13. Dezember 2010 gewann Habenhausen in Bremervörde mit 37:32 und setzte sich zwei Monate später auch in eigener Halle durch. Die Bremer sind somit so etwas wie der Angstgegner des Tabellenzweiten. Die Hinrundenpartie der laufenden Saison endete 29:29. Damit Spiele gegen Habenhausen nicht zum Trauma werden, wollen die Bremervörder natürlich diesmal die Punkte an der Oste behalten.

Das müssen sie allerdings ohne Timo Meyn versuchen. Der Ex-Fredenbecker kassierte am vergangenen Wochenende in Wilhelmshaven eine Rote Karte und ist gesperrt worden. Für den TSV bedeutet sein Fehlen eine deutliche Schwächung, wenngleich die Grün-Roten in der Vergangenheit schon häufig bewiesen haben, dass sie Ausfälle von Stammspielern durchaus kompensieren können. Jetzt kommt aber erschwerend hinzu, dass Keeper Jan Mühlich wegen Verletzung nach wie vor passen muss und sein Keeper-Kollege Max Alpers aus beruflichen Gründen nur selten oder gar nicht trainieren kann.

Trainer Sascha Rajkovic („Dieses Spiel gegen eine der besten Mannschaften der Liga kommt für uns zu einem schlechten Zeitpunkt“) erwartet von seinem Team trotz dieser Handicaps eine Trotzreaktion; zumal er mit der Leistung seiner Handballer am vergangenen Wochenende bei Schlusslicht HSG Wilhelmshaven so gar nicht einverstanden war. Der Coach hofft vor allem darauf, dass seine Spieler deutlich mehr Engagement in der Abwehr zeigen als zuletzt. „Sonst werden wir große Probleme bekommen.“

Ein besonderes Spiel ist die morgige Begegnung für Adnan Salkic. Bremervördes Goalgetter (111 Saisontore) trifft auf die Mannschaft seines älteren Bruders Muris. Der steht nach längerer Verletzungspause wieder für Habenhausen auf dem Feld und hofft auf den dritten Sieg im vierten Spiel gegen seinen Ex-Verein.

Der ATSV überzeugte zuletzt mit einem 33:22-Sieg gegen Bissendorf. Dabei ließ der Tabellendritte in der ersten Halbzeit nur vier Gegentore zu und führte zwischenzeitlich mit 15:6. Die Bremervörder sind also gewarnt, zumal die Südbremer nach Verletzungsproblemen zu Saisonbeginn inzwischen wieder über einen großen Kader verfügen und mit nur 352 Gegentoren die zweitbeste Abwehr der Liga stellen.

Artikel vom 28.01.12 - 09:18 Uhr
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