Bezirksvorsitzender Egon Boschen stellte die verworrene Situation im Landesvorstand des Landesverbandes an erste Stelle. Der bisherige Vorsitzende war nach einem Misstrauensvotum abgewählt worden. Ferner berichtete er über eine Besichtigungsfahrt von Anglern aus Lamstedt und Hemmoor nach Emden, wo man sich mit dem dortigen Bezirksverband über die erfolgreiche Hechterbrütung sowie über die Verschmutzung der Ems ein Bild machte.
Weiteres Thema war die geplante Durchgängigkeit der Oste. Dieses Vorhaben, welches nicht nur auf Befürworter stößt, soll mit Hilfe von Landesmitteln, der Bingo-Lotterie und einem nicht unerheblichen Beitrag des Landessportfischerverbandes realisiert werden. Verantwortlich zeichnet für die Maßnahme das NLWK, welches Planung, Finanzierung und Durchführung der Maßnahme koordiniert.
Klaus Bargmann, Vorsitzender des Sportanglervereins Stadland, berichtete über den Verlauf der Landesversammlung in Bückeburg, in welcher mit einem Misstrauensantrag der bisherige Vorsitzende Peter Rössing abgewählt wurde. Neuer Vorsitzender ist der Rotenburger Bernd Schlicker. Bargmann stellte die Hintergründe dar, die zu dem Misstrauensantrag geführt hatten. Die prekäre Situation in der Verbandsführung wurde ausgiebig diskutiert, wobei das erzielte Ergebnis als für die Verbandsarbeit förderlich gewürdigt wurde.
In den Vereinen selbst wird eine aktive Arbeit betrieben. Durchweg eine positive Mitgliederentwicklung konnten die Vereinsvertreter vorweisen, was für ein gutes Freizeitangebot durch die Anglervereine spricht. Befürwortend, aber auch kritisch wurden verschiedene Veranstaltungen und Vorfälle betrachtet, wie der Tag des Angelns im Natureum, Fischsterben in der Aue oder auch Naturschutz an Bächen.
Deutlich wurde auch Unmut über die Situation an der Oste laut. Die Angler in Hechthausen beklagen, dass die Zäune an der Oste es den Anglern schwer machen, zu ihrem Angelplatz zu gelangen. Hier ist noch Gesprächsbedarf mit den verantwortlichen Stellen angefragt.