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Lokales

Auto rast in Eisdiele – Zwei Tote

Uhr Von Corvin Borgardt und Theo Bick
Wenige Minuten nach der Tragödie : Rettungskräfte verschaffen sich einen ersten Eindruck des schrecklichen Unfalls.Fotos: Bick/C. Borgardt

Bremervörde. Bei dem schlimmsten Verkehrsunfall, der sich jemals in Bremervörde ereignet hat, sind gestern Abend zwei Menschen gestorben – darunter ein kleines Kind. Neun weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Rettungskräfte aus dem gesamten Umkreis waren stundenlang im Großeinsatz.

Mit Worten ist es kaum zu beschreiben, was gestern gegen 17.30 Uhr in der Neuen Straße geschah. Ein Mercedes Kombi „raste“, wie es Augenzeugen ausdrückten, von der Ludwigstraße kommend ungebremst in die Eisdiele „Pinocchio“. Ein etwa zwei Jahre altes Kind – vermutlich ein Mädchen – und ein Mann waren sofort tot. Mindestens neun weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

Kurz nach halb sechs ging der Notruf bei der Feuerwehr ein. „Schwerer Verkehrsunfall“ lautete die Alarmmeldung Sekunden später für Rettungsdienst und Feuerwehr. Die Situation, die sich den Rettungskräften am Einsatzort bot, hatte mit der normalen „Routine“ von Verkehrsunfällen nichts zu tun.

Im Verkaufsfenster der Eisdiele steckte ein dunkelgrüner Mercedes Kombi – bis zu den Hinterreifen im Gastraum verschwunden. Darunter liegend: ein kleines Kind und ein Mann – beide tot. Für die Rettungskräfte, wie gleich mehrere von ihnen betonten, eine absolute Ausnahmesituation, wie sie bisher keiner je erlebt hat. Überall lagen schwer verletzte, vor Schmerzen laut schreiende Menschen. Für die Rettungskräfte wurde Großalarm ausgelöst. Rettungswagen aus Bremervörde, Zeven, Gnarrenburg und Stade, die Schnelleinsatzgruppen Rettung aus Bremervörde, Tarmstedt, Gnarrenburg und Zeven sowie diverse Notärzte eilten zur Einsatzstelle – Schaulustige inklusive.

Drei Rettungshubschrauber aus Hamburg und Bremen landeten unweit des Unfallortes auf dem Lidl-Parkplatz und dem Parkplatz des ehemaligen Rewe-Marktes. Auf der Neuen Straße und dem Parkplatz der AOK kümmerten sich Ärzte und Rettungsassistenten um die Verletzten. Mit Rettungswagen und Hubschraubern wurde sie in Kliniken eingeliefert.

Der Bremervörder Pastor Andreas Hellmich und Superintendent Wilhelm Hellmers eilten ebenfalls an die Unfallstelle und betreuten als Notfallseelsorger Verletzte, deren Angehörige sowie Zeugen des furchtbaren Unfalls.

Allen Beteiligten war der Stress, dem sie in dieser Ausnahmesituation ausgesetzt waren, deutlich anzusehen. So einen folgenschweren Unfall habe es in Bremervörde noch nie gegeben, sagten Bremervördes Ortsbrandmeister Holger Naubert und sein Bruder, Stadtbrandmeister Rüdiger Naubert. Auch Polizeisprecher Heiner van der Werp, der aus Rotenburg zur Unfallstelle geeilt war, zeigte sich erschüttert angesichts des tragischen Unfalls.

Genaue Angaben über Anzahl und schwere der Verletzungen konnte die Polizei gestern Abend noch nicht machen – dazu sei die Lage noch „zu unübersichtlich“, hieß es. Noch Stunden nach dem Unfall war die Neue Straße wegen der Unfallaufnahme zwischen Großer Platz und Dammstraße gesperrt. Es dauerte allein mehr als 90 Minuten, bis die etwa 60 Feuerwehrleute mit der Bergung des Unfallwagens beginnen konnten. Zuvor mussten die zahlreichen Verletzten versorgt und abtransportiert werden.

Anschließend sicherte die Polizei, von der Feuerwehr vor den neugierigen Blicken der Schaulustigen abgeschirmt, die Spuren im Eiscafé mit den beiden noch immer vor dem Mercedes liegenden Todesopfern.

Nur wenige Meter von der Unfallstelle entfernt spielte sich eine weitere unfassbare Szene ab. Unter einigen Schaulustigen artete ein lautstarkes Wortgefecht in eine handfeste Schlägerei aus. Sofort gingen Einsatzkräfte der Polizei dazwischen. Die Beamten wurden jedoch ihrerseits von den Streithähnen aufs Übelste beschimpft und tätlich angegriffen. Erst als weitere Polizisten und Feuerwehrleute eingriffen, gelang es den Einsatzkräften, die Kontrahenten voneinander zu trennen. Offenbar war die Diskussion über ein Smartphone der Auslöser für die Schlägerei in Sicht- und Hörweite des Unfallortes mit zwei toten Menschen.

Den kompletten Artikel können Sie in der gedruckten Ausgabe und im ePaper der BZ lesen.

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