Lokalsport

Bremervörder Aufholjagd bleibt unbelohnt

Uhr Michael Brinkmann
TSV-Rückraumspieler Philipp Habermann – hier gegen Timo Meyn – erzielte sechs Tore bei der 29:32-Niederlage in Horneburg.Foto: Brinkmann

Horneburg. Nur noch das um 18 Treffer bessere Torverhältnis trennt sie von einem Abstiegsplatz: Die Handballer des TSV Bremervörde geraten von Woche zu Woche immer mehr unter Druck. Der Verbandsligist verlor am Sonnabend das wichtige Derby beim VfL Horneburg mit 29:32 und liegt nach der vierten Niederlage in Folge mit 9:23 Punkten weiterhin auf dem drittletzten Platz. Gegner Horneburg konnte durch den Heimsieg seinen Vorsprung auf vier Punkte vergrößern.

Ein Blick auf die Zahl der Tore verrät es: Im Gegensatz zu Bremervörde darf in Horneburg mit Haftmittel gespielt werden. Das erhöht die Treffsicherheit sowie die Attraktivität des Spiels und verringert die Abspielfehler-Quote. Vom Spiel mit „Backe“ konnten zunächst die Gastgeber deutlich mehr profitieren – allerdings so richtig erst ab der 22. Minute. Beim Stand von 8:7 sah Bremervördes Felix Weber nach einem Foulspiel die Rote Karte. Ohne ihren Rückraumspieler und in Unterzahl gerieten die Gäste in einer bis dahin weitgehend ausgeglichenen Partie bis zur Pause mit 8:13 und direkt nach Wiederbeginn mit 10:17 ins Hintertreffen.

Dieser Rückstand sollte sich letztlich als entscheidend und am Ende zu große Hypothek erweisen. Im Gegensatz zu vielen vorherigen Spielen folgte zwar auf TSV-Seite nach dem Wechsel diesmal kein Einbruch. Den Rückstand konnte das Team, das ohne Hannes Meinke spielte, dann aber letztlich nicht mehr wettmachen. Die Bremervörder kämpften verbissen um jeden Ball, gaben sich auch ohne Weber und mit einem angeschlagen ins Spiel gegangenen Philipp Habermann nicht auf und verkürzten. Fünf Minuten vor dem Ende führte Horneburg mit dem Ex-TSVer Timo Meyn nur noch mit 27:25. Ein Punktgewinn für den TSV Bremervörde schien noch möglich, denn der Gastgeber war angezählt. Nach dem 30:28 durch Maciek Tluczynski fiel dann zwei Minuten vor Schluss aber die Entscheidung. Horneburgs Yannik Löhden traf bei Bremervörder Unterzahl (Zeitstrafe gegen Habermann) per Siebenmeter zum 31:28. Das Derby war entschieden.

„Mit ein bisschen mehr Glück und Cleverness hätten wir was mitnehmen können. Ich kann den Jungs aber keine Vorwürfe machen. Sie haben Charakter und wieder alles gegeben. Und 21 Tore in der zweiten Halbzeit sind wirklich super. Am Ende hat ein bisschen die Kraft gefehlt“, sagte Trainer Adnan Salkic. Dessen Mannschaft bestreitet nun am Sonnabend in eigener Halle das „absolute Endspiel“ (Salkic) gegen Barnstorf/Diepholz II.

TSV: Steffen Krange, Sebastian Spark - Philipp Habermann (6), Jannes Hollstein (8/6), Andre Höft (2), Maciek Tluczynski (5), Joscha Janssen (2), Noel Duhme (1), Erik Kanzler (1), Felix Weber (4), Jan-Philip Holst. (mib)

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