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Lokalsport

Trainer Koch: „Der Start macht Mut!“

Uhr Michael Brinkmann
Felix Weber erzielte in der Schlussphase die wichtigen Treffer zum 27:26 und 28:27.Foto: Brinkmann

Beckdorf. Die ersten Punkte sind auf dem Konto. Die Oberliga-Handballer des TSV Bremervörde haben am Sonnabend das Derby beim SV Beckdorf gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Koch durchlebte beim 29:28-Erfolg ein Wechselbad der Gefühle. In einer spannenden Partie erzielte Philipp Habermann kurz vor Schluss den erlösenden Treffer. Spieler und viele mitgereiste Bremervörder Fans feierten gemeinsam.

Eine Woche nach der knappen Niederlage gegen Habenhausen demonstrierten die Bremervörder erneut, dass sie konkurrenzfähig sind in der Oberliga. Zum Auftakt gab es aus Zuschauerreihen schon Aussagen, das Team könne froh sein, wenn es am Saisonende überhaupt einen Punkt auf dem Konto habe. „Jetzt haben wir schon zwei“, meinte Trainer Thomas Koch nach dem Erfolg in Beckdorf.

Starke erste Halbzeit
Seine Mannschaft bot beim langjährigen früheren Regionalligarivalen einen ganz starken ersten Durchgang, geriet dann mächtig unter Druck, zeigte aber Moral und behielt in der Schlussphase die Nerven. „In der ersten Halbzeit haben wir fast keine Fehler gemacht und hätten vielleicht sogar höher führen können“, so Koch, dessen Mannschaft mit einem 15:9-Vorsprung in die Kabine ging. Die Gäste packten hinten zu, hatten Beckdorfs Rückraummann Stefan Völkers weitestgehend im Griff und nutzten ziemlich konsequent ihre Chancen.

Zudem profitierten die TSVer von einer frühen Manndeckung gegen Rückraumspieler Karol Moscinski. Dadurch bekam vor allem Adnan Salkic viele Freiräume. Salkic nutzte sie, traf entweder selbst oder setzte seine Nebenleute Felix Weber auf Linksaußen oder Philipp Habermann in Szene. „Klasse war auch, dass uns so viele Bremervörder Fans so toll unterstützt haben“, meinte Koch.

Ein anderes Bild dann aber in der zweiten Halbzeit. Beckdorf kam mit Wut im Bauch und viel Tempo aus der Kabine. Die Bremervörder Abwehr stand nicht mehr so kompakt wie vor dem Wechsel. Innerhalb von nur sieben Minuten war der Vorsprung dahin. „Da haben wir zu viele Fehler gemacht“, sagte der TSV-Coach, dessen Truppe durch den Treffer zum 19:18 von Tim Fock in der 40. Minute dann sogar in Rückstand geriet. Weil der im ersten Durchgang stark haltende Keeper Sebastian Spark nicht mehr so oft die Finger an den Ball bekam, ging Steffen Krange zwischen die Pfosten. Und der wurde in der entscheidenden Phase dann zum großen Rückhalt. „Er hat plötzlich die Kiste zugemacht. Ein typischer Krange“, so Thomas Koch.

Krange parierte unter anderem einen Siebenmeter von Finn Nowacki. Die Bremervörder machten aus einem 23:25-Rückstand eine 26:25-Führung, schafften in Unterzahl durch Felix Weber das 27:26, steckten das 27:27 weg, gingen – erneut durch Weber – eineinhalb Minuten vor Schluss wieder in Führung, ehe Philipp Habermann 15 Sekunden vor dem Abpfiff mit dem 29:27 den Deckel draufsetzte.

„Es war am Ende sicherlich ein bisschen glücklich, aber aufgrund der Gesamtleistung ist unser Sieg verdient. Der Start macht Mut. Jetzt hoffe ich, dass nächsten Sonnabend gegen Rotenburg unsere Halle proppevoll sein wird“, sagte Trainer Thomas Koch.

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