Lokalsport

Elmer triumphieren auf dem Estering

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Bernd Schomaker (links) und Marco Wittkoivski aus Elm sind die Champions vom Buxtehuder Estering. Fotos: Scholz

Elm. Sie sind beste Freunde, Nachbarn – und sind am Sonntag vor 3000 Zuschauern auf dem Buxtehuder Estering Deutsche Rallycross-Meister geworden. Bernd Schomaker (internationaler Titel) und Marco Wittkovski (nationaler Titel) stammen aus Elm, einer Rallycross-Hochburg, wenn man so will. Der Stader Andreas Huschenbett landete in der nationalen Meisterschaft auf Platz vier. Er ist der selbsternannte „Rookie“ dieser Saison.

Wie es der Zufall so will, wohnen Schomaker und Wittkovski nicht nur in Elm wenige Meter voneinander entfernt, nein, auch auf dem Estering waren sie Nachbarn. Denn ihre Zelte im Fahrerlager schlugen sie nebeneinander auf – der nationale und internationale Deutsche Champion. „Ein Riesentraum“, sagt Schomaker. Nach dem EM-Sieg vor einem Jahr ist es sein erster nationaler Titel. „Die EM ist zwar höher als die DM anzusiedeln“, sagt er, „aber man will ja auch mal national etwas reißen.“ Und dann ausgerechnet auf dem Estering, bei seinem „Heimrennen“, wie der 46-Jährige sagt, der vor vier Jahren zum Rallycross gekommen ist.

Dass Schomaker größtenteils unfallfrei durch die Saison gekommen ist, sieht er als Schlüssel zum Erfolg. „Es gab keine gravierenden Probleme.“ Einziges Problem war der Verschleiß, und so fuhr er bei den vorherigen Läufen mit seinem Skoda Fabia RS immer vorne mit, sicherte sich auf dem Lausitzring und im belgischen Maasmechelen sogar jeweils den Sieg. Schomaker ging dadurch mit einem dünnen Punktepolster in das letzte Saisonrennen, das aber reichte, weil seine Verfolger ihn nicht in Bedrängnis brachten und Schomaker im A-Finale auf Platz drei fuhr – mit einem explodierten Turbolader.

In der nationalen Klasse SuperNational, die Schomakers Nachbar Marco Wittkovski in seinem VW Golf Tourenwagen dominiert hatte, sicherte sich der Stader Andreas Huschenbett den vierten Platz der Gesamtwertung. Für das A-Finale oder mehr hatte es auf dem Estering nicht gereicht. Huschenbett wurde im B-Finale Vierter vor dem Stader Fred Czaja. „Eine tolle Saison, ein tolles Auto, ich bin begeistert“, sagt Huschenbett, der selbsternannte „Rookie“, nach Abschluss seiner ersten Rallycross-Saison.

Dabei hatte der Tag für den 47-Jährigen schlecht begonnen. Beim Start im ersten Vorlauf war Huschenbett mit seinem Opel Corsa C in einen Unfall verwickelt, Swen Grupe aus Beckdorf sauste ihm über die Motorhaube. Diagnose: Schaden an der Vorderachse. „Das Vorderrad wäre beinahe abgefallen“, sagt er. Er hatte Glück im Unglück. Huschenbett und sein Team haben den Wagen notdürftig geflickt.

Mit Erfolg. Den zweiten Vorlauf entschied der Stader trotz seines vorsichtigen Fahrstils für sich, genauso wie den dritten, wobei es da wieder hieß: Vollgas. Eine Stunde vor dem B-Finale saß Huschenbett also entspannt im Fahrerlager und erklärte seine „Schockstarre“ nach dem Unfall für beendet. So eine Coolness hat nur ein Rookie.

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