Dienstag, 26. Oktober 2021

Gemeinsamer Einsatz für die Kitzrettung

Wenn Landwirte im Frühjahr ihre Wiesen mähen, droht Rehkitzen ein grausamer Tod. Beverner Jäger haben jetzt eine Drohne angeschafft, mit der aus 100 Metern Höhe per Wärmebild Wild gesucht werden kann.

Wegen ihres sogenannten Drückerinstinkts laufen Rehkitze bei drohender Gefahr nicht weg. Sie ducken sich flach ins hohe Gras und bleiben dort ungerührt liegen. „Deshalb sieht man sie erst, wenn man unmittelbar vor ihnen steht, oder, mit Blick auf das Mähen mit landwirtschaftlichen Maschinen, wenn es schon zu spät ist“, erläutert der Beverner Jäger Marcel Dammann. Die Jungtiere gerieten leicht ins Mähwerk und verendeten qualvoll. Aber auch Niederwild und Bodenbrüter fielen oft dem Mähwerk zum Opfer.

Deshalb, so Dammann, hätten sich die örtlichen Jäger mit finanzieller Unterstützung von Bingo-Lotto, von Landwirten und örtlichen Unternehmen für mehr als 10000 Euro eine Drohne samt hochempfindlicher, allein rund 6500 Euro teurer Wärmebildkamera angeschafft. Letztere erkennt die entscheidenden Temperaturunterschiede am Boden sogar noch aus bis zu 100 Metern Flughöhe. Versteckt sich ein Kitz im hohen Gras, hebt es sich als heller Fleck auf dem Monitor ab.

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