Samstag, 25. September 2021

Vom Umgang mit Starkregen

Müssen aus der Hochwasser-Katastrophe im Westen Konsequenzen gezogen werden für den Norden? Vielleicht in den Kommunen? Mit dieser Frage beschäftigte sich jetzt spontan der Selsinger Samtgemeinderat.

Der öffentliche Teil der Ratssitzung in der Aula der Grundschule Selsingen war fast vorbei, als Walter Lemmermann das Wort ergriff: Er erwähnte die jüngsten Starkregenereignisse, die „uns allen viele Probleme verdeutlicht“ haben. Daher appellierte der Selsinger: „Wir sollten diese Gelegenheit auch in der Samtgemeinde Selsingen nutzen und prüfen, wo sich bei uns Schwachpunkte und Verbesserungsmöglichkeiten ergeben können.“

Als Beispiel nannte er einen Gewitterschauer. Der habe einen Rückstau bei der Regenwasserableitung auf der Hauptstraße in Höhe des Selsinger Penny-Marktes verursacht. Lemmermann: „Dieses Phänomen konnte bereits häufiger beobachtet werden.“

Darum fragte er, ob es aktuelle Untersuchungen über die Leistungsfähigkeit der Regenwasserableitungen in der gesamten Samtgemeinde gebe. Und ob diese auch auf eine höhere Intensität der Niederschläge ausgelegt seien. Das verneinte Gerhard Kahrs. Aktuelle Untersuchungen gebe es nicht. „Wir müssen anfangen, für alle Orte ein Abwasserbeseitigungskonzept für Regenwasser aufzustellen.“ Wenn früher Kanalrohre verlegt wurden, sei dies nach Maßstäben der damaligen Zeit geschehen. „Das berücksichtigt natürlich nicht die heutigen Maßstäbe.“

Daher müsse für alle Orte der Samtgemeinde nach und nach ein Generalentwässerungsplan für Regenwasser aufgestellt werden. Mit höheren Anforderungen als beispielsweise vor 30 Jahren.

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