Mittwoch, 08. Dezember 2021

Aus der Traum vom Double-Gewinn

ANDERLINGEN. Den Gewinn des „DFB-Kreispokals 1“ kann der SV Anderlingen in der Saison nicht mehr schaffen. Dafür hat gestern der Kreisligarivale FSV Hesedorf/Nartum gesorgt, der sich beim vermutlichen Topfavoriten mit 3:0 durchsetzte. Gleichzeitig beendete der Gast eine längere Anderlinger Erfolgsserie. Mit dem Pokalaus des SVA ist nur noch ein Nordkreisteam im Wettbewerb: Die SG Oste, die am Mittwoch, 3. November, in Nieder Ochtenhausen auf den Kreisligisten TSV Groß Meckelsen trifft.

Nach elf Partien in Liga und Pokal hat es den SV Anderlingen erwischt. Die erste Saisonniederlage gab es nicht unverdient, denn die Hausherren konnten die Erwartungen nur bedingt erfüllen und trafen zudem auf eine clevere Gästetruppe. Letzteres räumte der Anderlinger Trainer Tomas Meyer ein: „Insgesamt hat es der Gegner besser gemacht. Das Spiel wäre vielleicht anders gelaufen, wenn wir unser Spiel durchgezogen hätten. Aber es war klar, dass unsere Serie irgendwann enden würde.“

Bis zum ersten Gegentreffer sah es keineswegs nach einer Heimniederlage aus. Anderlingen hatte mit dem Anpfiff das Kommando übernommen und den Gegner mit flotten Zügen oder Diagonalpässen in Verlegenheit gebracht. Gute Chancen gab es ebenfalls, bevor das Heimteam plötzlich die Strategie verließ. In der Folge wurde die FSV Hesedorf zunehmend bissiger und mutiger. Hinzu kam die Führung durch Lennard Mindermann, der das Leder in der 26. Minute nach mehreren Stellungsfehlern und Einwürfen versenkte. Damit war das Spiel für den SVA zunächst gelaufen. Heimische Angriffe wurden von den nachsetzenden und zweikampfstarken Gästen bereits im Keim erstickt und die Spielanteile von der FSV clever verwaltet, sodass das Pausenergebnis durchaus in Ordnung ging.

In der zweiten Halbzeit kam Anderlingen noch einmal auf. Zählbare Erfolge lagen für die anrennenden Hausherren einige Male in der Luft, wurden jedoch verpasst und die Quittung für die nachlässige Chancenverwertung blieb nicht aus. Nach Gelb-Roter Karte für den Anderlinger Phil Steffens (70.) besorgte Dominik Rosenbrock im Gegenzug das 0:2, und als die Gastgeber alles auf eine Karte setzten, machte Kevin Romer den Gästesieg mit einem Kontertor (84.) perfekt. Kurz zuvor hatten sich auch die Gäste eine „Ampelkarte“ (78., Lennard Mindermann) eingehandelt.

Für FSV-Coach Vitalij Kalteis ging das Ergebnis in Ordnung: „Ein großes Lob an meine Mannschaft. Wir hatten zunächst zwar einige Anpassungsprobleme, haben dann aber umgestellt und die Spieler den Matchplan hervorragend umgesetzt. Wenn man 3:0 gewinnt, ist der Sieg verdient, auch wenn Anderlingen gute Phasen hatte“. (db)

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