Sonntag, 23. Januar 2022

Geburtstag, Geschenke und 2G-Plus

Gnarrenburg/Karlshöfen. 13 Monate haben die Volleyballerinnen der SG Karlshöfen/Gnarrenburg kein Pflichtspiel mehr bestritten. Im Oktober 2020 stand das Oberliga-Team von Trainer Alexander Maaser zuletzt auf dem Feld, ehe die Saison 20/21 wegen der Corona-Pandemie frühzeitig beendet wurde. Jetzt soll es den Re-Start geben. Für die SG geht‘s am morgigen Sonnabend (15 Uhr) mit einem Heimspieltag los – erneut unter besonderen Bedingungen, denn es ist ein Start zu einem Zeitpunkt, an dem die Pandemie gerade wieder Fahrt aufgenommen hat.

Seit Mittwoch ist die neue Verordnung des Landes Niedersachsen und Bremen in Kraft. Die Umstellung auf 2G betrifft auch den Spielbetrieb des Nordwestdeutschen Volleyball-Verbandes. Besucher der Spiele in der Sporthalle Brilliter Weg müssen sich über Handy-App einchecken, geimpft oder genesen sein und eine medizinische oder eine FFP-2-Maske tragen. „Und die Bereiche für Spieler und Zuschauer sind strikt getrennt“, erläutert SG-Trainer Alexander Maaser. Feiern mit den Fans ist daher (vorerst) nicht drin.

Für Spielerinnen und Spieler gilt ab Samstag sogar die sogenannte 2G-Plus-Regelung. „Damit dürfen nur noch geimpfte oder genesene Personen mit einem gültigen Test am Spielbetrieb teilnehmen“, wie es vonseiten des Verbandes heißt. Die Aktiven müssen vor Spielbeginn außerdem eine Selbsterklärung zum Gesundheitszustand unterschreiben. „Und vorher müssen wir wohl alle zum Test in die Apotheke“, so Trainer Alexander Maaser.

Aus Sicht der SG-Verantwortlichen seien die Regelungen zwar ein durchaus erheblicher logistischer Mehraufwand, der sei angesichts steigender Corona-Zahlen aber gerechtfertigt. Entscheidend sei, dass endlich wieder Volleyball gespielt werden kann. „Alle freuen sich sehr, dass es wieder losgeht“, sagt Coach Maaser.

Für zwei Spielerinnen seines Teams ist der Spieltag ein ganz besonderer. Die Zwillinge Vivien und Laura Kullik werden morgen 30. „Das schönste Geschenk wären natürlich zwei Siege“, so der SG-Trainer, der mit seinem Team auf Eiche Horn Bremen (verlor am 1. Spieltag 2:3 gegen Raspo Lathen) und TSG Westerstede (3:0 zum Auftakt gegen Neustadt) trifft und bereits seit Juni wieder im Training ist.

Wegen der Corona-Pandemie ist die Frauen-Oberliga in drei Staffeln mit jeweils sieben Mannschaften aufgeteilt worden. Maaser hofft, dass die SG in der Staffel 2 erneut eine Rolle in der Spitze spielen kann „und dass wir wieder jede Menge Spaß haben“. Der Kader ist gegenüber den vorherigen Spielzeiten kleiner geworden. Sarah Groborz ist aus beruflichen Gründen nicht mehr dabei und Iris Elbrandt aktuell nicht aktiv. Rieke Kück (vorher Suske) und Diana Grigat sind Mutter geworden, wollen aber im Laufe der Saison wieder einsteigen.

In der vor dem letzten Spieltag abgebrochenen Saison 2019/20 sind die Volleyballerinnen aus Karlshöfen und Gnarrenburg übrigens nicht offiziell als Meister geehrt worden, obwohl sie vor den letzten Partien nicht mehr einzuholen waren. Titel wurden vom Verband im Frühjahr 2020 generell nicht vergeben. „Wir fühlen uns aber natürlich trotzdem als Meister“, nimmt es Coach Alexander Maaser gelassen. Und wer weiß: Vielleicht darf das Team ja im Frühjahr nächsten Jahres ganz offiziell den Titelgewinn 2021/22 feiern, sofern die Saison verläuft wie erhofft und Corona den Volleyballerinnen und Volleyballern nicht erneut einen Strich durch die Rechnung macht.

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