Donnerstag, 06. Oktober 2022

Duray hört im Sommer in Hagen auf

HAGEN. Der FC Hagen/Uthlede muss sich auf die Suche nach einem neuen Trainer begeben. Benjamin Duray hat dem Fußball-Oberligisten mitgeteilt, dass er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag an der Blumenstraße nicht verlängern wird. Als Hauptgrund gibt der 42-jährige A-Lizenzinhaber die stressige Pendelei zwischen seinem Wohnort Stade und Hagen an. „Die Anfahrt ist einfach brutal – 1:15 Stunden, 70 Kilometer viermal die Woche“, sagte Duray der „Rotenburger Kreiszeitung“.

Der gebürtige Bremervörder hatte das Traineramt bei den Grün-Schwarzen am 7. Oktober 2020 nach dem Rücktritt von Carsten Werde übernommen. Es folgten vier Pflichtspiele, bevor die Saison wegen der Pandemie abgebrochen wurde. Aktuell sind die Hagener Tabellenachter und stehen als Teilnehmer der Abstiegsrunde fest. Julian Berndt bedauert Durays Entscheidung. „Beide Seiten haben Klarheit geschaffen. Nun geht es darum, den Fokus auf die wichtigen Spiele in der Abstiegsrunde zu legen und die gemeinsame Zeit zu einem erfolgreichen Ende zu führen“, so der Leiter Herrenspielbetrieb.

Duray, der unter anderem von 2012 bis 2015 den Rotenburger SV trainierte, war nach seiner Zeit in der Kreisstadt im professionellen Bereich als Trainer tätig – beim Halleschen FC als U17-Trainer sowie Co-Trainer und Interimscoach der Profis in Liga drei, dann als hauptverantwortlicher Übungsleiter des Regionalligisten TSG Neustrelitz sowie für den FC Schalke 04 in China bei der Nachwuchsmannschaft von Hebei China Fortune und anschließend beim russischen Erstligisten Akhmat Grosny aus Tschetschenien. Im September 2019 war er dort als Co-Trainer entlassen worden.

Duray hat seinen Lebensmittelpunkt inzwischen in Stade. Er war zuletzt als Lehrkraft in Bremerhaven tätig, fängt aber demnächst beim Landkreis Stade an. „Ich habe ja mal in der Verwaltung gelernt“, erzählt er. Den Hagener Verantwortlichen hatte er „rechtzeitig Bescheid gegeben. Es ging in dem Gespräch von Anfang an darum, dass ich nicht verlängere. Es war alles sehr sachlich, der Verein ist total realistisch“, betont Duray. Eine Anfrage eines anderen Klubs habe er inzwischen erhalten – mehr möchte er aktuell nicht dazu sagen. (nz/pm/rk/maf)

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