Montag, 23. Mai 2022

Fallbearbeitung hat Vorrang

Bremervörde/Rotenburg. Die Freude im Gesundheitsamt des Landkreises und in der Verwaltungsspitze war Anfang vergangener Woche groß: Seit einer Woche unterstützen sechs Soldaten der Bundeswehr aus Seedorf die rund 35 Personen aus dem Gesundheitsamt sowie der Kreis- und Landesverwaltung bei der Kontaktnachverfolgung. Angesichts der sprunghaft gestiegenen Inzidenzen wirkt diese Maßnahme jedoch wie ein Tropfen auf den heißen Stein.

Ende vergangener Woche sorgte beispielsweise Virologe Klaus Stöhr deutschlandweit für Schlagzeilen, als er dafür plädierte, die Kontaktnachverfolgungen mangels Aussicht auf Erfolg einzustellen. So weit ist das Rotenburger Gesundheitsamt nicht, doch längst wird auch im Landkreis bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen klar nach Prioritäten vorgegangen. Unterschieden werde dabei zwischen kritischer Infrastruktur, dem Gesundheitswesen oder Kita und Schule sowie anderen Fällen. „Wenn wie jetzt ein hohes Fallaufkommen es notwendig macht, muss auf eine derartige Priorisierung zurückgegriffen werden“, erläutert das Gesundheitsamt auf Anfrage.

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