Samstag, 01. Oktober 2022

Augustin hört vorzeitig auf

Bremervörde. Schlechte Nachricht für den Bremervörder SC. Der Verein muss sich auf die Suche nach einem neuen 1. Vorsitzenden machen, weil Jörn Augustin seinen Posten in wenigen Monaten zur Verfügung stellen will. Das bestätigte er jetzt gegenüber der BZ-Sportredaktion.

Zweieinhalb Jahre nach seiner Wahl zum Vorsitzenden verabschiedet sich Augustin vom BSC. Sechs Monate vor dem Ende seiner eigentlich dreijährigen ersten Amtszeit. Als Grund nennt der Stader vor allem berufliche Gründe. Augustin, der bei einem Busreiseunternehmen beschäftigt war, hat während der Corona-Pandemie den Job gewechselt und arbeitet nun für die Firma Quell Bildungskonzepte. Hier sei er stark eingespannt. Regelmäßige Fahrten nach Bremervörde würden zeitlich schwierig. „Mein Lebensmittelpunkt muss jetzt wieder Stade sein“, sagt der 43-Jährige, der vor seiner Wahl zum BSC-Vorsitzenden im November 2019 als Nachfolger von Gert Dölling drei Spielzeiten Trainer der Kreisligamannschaft war.

Auch wenn er seinen Posten jetzt bereits vor Ablauf der Amtszeit zur Verfügung stelle, hinterlasse er kein Vakuum und verweist auf einige unter seiner Regie angeschobene Projekte wie die Instandsetzung der Vereinsanlage an der Walkmühlenstraße oder die Vermietung des Vereinsheims, das seit 2021 wochentags von einem Bildungsträger genutzt wird.

Trainer-Ambitionen

Neben beruflichen und privaten Belangen spielten bei seiner Entscheidung auch sportliche Gründe eine Rolle. „Ich möchte zeitnah wieder als Trainer arbeiten“, sagt Augustin, der nach eigener Auskunft in den vergangenen knapp drei Jahren schon mehrere Anfragen ausgeschlagen hat. Man darf also gespannt sein, ob schon bald und falls ja, bei welchem Klub, der Name Jörn Augustin als Chefcoach auftauchen wird.

Der geschäftsführende BSC-Vorstand ist vor Weihnachten informiert worden, dass Augustin vor Ablauf der Amtszeit aufhören will. Der 2. Vorsitzende Udo Engelke ist naturgemäß nicht begeistert („Vorsitzende wachsen ja nicht auf den Bäumen“), bringt aber auch Verständnis auf. „Wir bedauern diese Entscheidung sehr, auch wenn wir sie verstehen können. Wir gehen nicht im Streit auseinander“, erklärte der 61-Jährige.

„Wir sind grundsätzlich gut aufgestellt, müssen jetzt den weiteren Fahrplan für 2022 formulieren und in den nächsten Monaten schauen, wer die Nachfolge übernehmen könnte“, so Engelke. Einfach werde die Suche aber sicherlich nicht. (mib)

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