Donnerstag, 29. September 2022

Zu teuer und zu aufwendig

In Gnarrenburg wird es aus Kostengründen keine Holzauktion der Gemeinde mehr geben. Stattdessen wird der fossile Brennstoff gehäckselt und Schulen, Kindergärten und Vereinen zur Verfügung gestellt.

Bis 2021 bestand im März die jährliche Möglichkeit zur Besichtigung der bis zu 120 Holzstapel auf dem gemeindeeigenen Bauhof in Karlshöfen sowie der anschließenden Angebotsabgabe im Rathaus. „Zu teuer und zu aufwendig“, lautet das Ergebnis der durch Bürgermeister Breitenfeld einberufenen Arbeitsgruppe im Rathaus. „Allein das Zurechtsägen der einzelnen Holzstücke unter Befreiung vom Buschwerk sowie der Transport von jährlich bis zu 380 Kubikmetern Holz aus den zwölf Ortschaften der Gemeinde zum Bauhof nach Karlshöfen begründen nicht die deutlich unterm Schätzpreis gelegenen Erlöse“, ergänzt Breitenfeld. „Bereits in diesem Winter sei man daher dazu übergegangen, den groben Holzschnitt direkt vor Ort zu sammeln und anschließend zu Hackschnitzeln zu verarbeiten“, heißt es in der Pressemitteilung des Rathauses weiter.

„Das Verfahren spart uns zudem erheblich Zeit, und wir kommen mit dem Freischnitt der Straßen und Wege deutlich schneller voran als bisher“, ergänzt Christian Kück, Leiter des Bauhofes der Gemeinde Gnarrenburg. „Auch macht sich dies bereits am deutlich zurückgegangenen Dieseverbrauch der Bauhoffahrzeuge bemerkbar“, ergänzt er.

Die Hackschnitzel stehen in Absprache mit den Ortsbürgermeistern und Ortsvorstehern ab sofort allen Schulen, Kindergärten, Vereinen sowie den jeweiligen Dorfgemeinschaften der Ortschaften zur Verfügung und können beispielsweise am Moorerlebnispfad, am Torfkahnhafen, den Friedhöfen oder einzelnen Spiel- und Sportanlagen direkt eingebracht werden. (bz/ts)

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