Samstag, 01. Oktober 2022

DM-Bronze für gebürtige Selsingerin

WARDENBURG. Die Selsingerin Imke Burfeind war wieder einmal erfolgreich bei den deutschen Faustballmeisterschaften. Die Kapitänin des Ahlhorner SV gewann mit ihrem Team die Bronzemedaille.

Vor fast auf den Tag genau 14 Jahren nahm die damals gerade vom MTSV Selsingen zum Ahlhorner SV gewechselte Imke Burfeind, damals hieß sie noch Schröder, erstmals als noch ganz junge Spielerin an einer DM in Wardenburg teil. Sie gewann damals ihren ersten deutschen Meistertitel mit Ahlhorn. In den folgenden 14 Jahren sollten viele weitere Erfolge auf nationalen und internationalen Meisterschaften folgen. Die Mitspielerinnen in Ahlhorn wechselten. Imke Burfeind blieb eine feste Größe im ASV-Team und wurde zu einer der erfolgreichsten Faustballerinnen ihrer Generation. Eine Entwicklung, die ihr wirklich nicht jeder zu Beginn ihrer Laufbahn zugetraut hatte.

14 Jahre später erlebte die gebürtige Selsingerin – nochmals in Wardenburg – eine weitere, denkwürdige Meisterschaft, eine DM voller Geschichten. Eine dieser Geschichten schrieb Ahlhorn selbst. Der ASV hatte das erste Turnierspiel gegen Segnitz klar verloren. Das Vorrundenaus drohte. Vor allem weil Ahlhorn im zweiten entscheidenden Gruppenspiel auf den amtierenden Europapokalsieger Dennach treffen sollte. „Nach der Niederlage gegen Segnitz haben wir gedacht, wir können unsere Taschen packen und nach Hause fahren“, erzählt Imke Burfeind. Doch es kam anders.

Das Team um die Kapitänin rang den Gegner aus Süddeutschland förmlich nieder, holte alles aus sich heraus, gewann die Partie tatsächlich in vier Sätzen (11:7, 7:11, 11:8, 11:9) und qualifizierte sich damit noch für das Halbfinale.

Das verlor Ahlhorn chancenlos gegen Schneverdingen in vier Sätzen (11:2, 11:7, 7:11, 11:5). „Wir waren sehr traurig und geknickt“, beschrieb Burfeind später die Stimmungslage. „Aber ein guter Satz gegen dieses Topteam reicht einfach nicht.“

Vor dem kleinen Finale, erneut hieß der Gegner Dennach, musste das ASV-Quintett erstmal die deutliche Niederlage gegen Schneverdingen verdauen. „Wir mussten uns aufraffen und uns wieder fokussieren“, so Burfeind.

Das gelang eindrucksvoll. In drei Sätzen schlug das Team aus dem Landkreis Oldenburg den Europapokalsieger (11:9, 11:8, 11:5). Geleitet wurde dieses kleine Finale von der in Ober Ochtenhausen lebenden Uta Reinecke, eine der anerkanntesten und beliebtesten Schiedsrichterinnen der Faustball-Szene.

Den DM-Titel holte sich Schneverdingen mit der ehemaligen Selsinger Bundesligaspielerin Annika Kriger (vormals Bösch) mit einem 3:1 über Calw. (zz/am)

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