Mittwoch, 25. Mai 2022

Betrügereien über WhatsApp

Bei der Polizei häufen sich Betrugstaten, die nach einer neuen Masche verübt werden. Per Nachrichtdienst WhatsApp geben sich die Gauner als Kinder ihrer potenziellen Opfer aus, um Geld zu erhalten.

Am Montagnachmittag erhielt eine 53-jährige Zevenerin eine unerwartete Mitteilung ihrer angeblichen Tochter. Deren altes Handy sei kaputt, hieß es in einer WhatsApp-Nachricht. Die Tochter schreibe jetzt unter einer neuen Rufnummer und könne deshalb nur schlecht erreicht werden. Die Unbekannte bat ihre „Mutter“ um die dringliche Überweisung einer Rechnung in Höhe von 1.850 Euro. Das tat die 53-Jährige und erhielt prompt die nächste Bitte. Diesmal möge sie bitte eine weitere Rechnung über 1.300 Euro bezahlen. Der Frau kamen jetzt Zweifel. Sie ging zur Polizei und erstattete eine Strafanzeige.

In Scheeßel traf es am Montagnachmittag eine 60-jährige Frau. Bei ihr meldete sich der angebliche Sohn auf die gleiche Weise. Auch in diesem Fall hieß es im Text, dass das eigentliche Handy des „Sohnes“ derzeit nicht funktioniere, daher melde er sich unter der ungewohnten Rufnummer. Der „Sohn“ benötige dringend 1.624,20 Euro für einen neuen Laptop. Auch in diesem Fall überwies die Mutter das Geld.

Am nächsten Tag meldete sich der falsche Sohn erneut. Zu einer weiteren Zahlung kam es nicht, denn der richtige Sohn hatte sich zwischenzeitlich bei seiner Mutter gemeldet.

In Sottrum machte es ein 60-jähriger Mann besser. Er erkannte den Trick, als sich seine angebliche Tochter bei ihm per WhatsApp meldete. Der 60-Jährige ging nicht auf den Wunsch ein. (bz/alg)

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