Mittwoch, 25. Mai 2022

Backen für den Frieden

Schüler der Realschule Bremervörde haben 750 Euro für die Ukraine gesammelt. Dafür verkauften die Teenager selbst gebackene Kekse in der Stadt. Das Geld geht an die „Aktion Deutschland hilft“.

Der Krieg in der Ukraine ist ein Thema, das auch die Schüler der Findorff-Realschule Bremervörde tief bewegt. Weil es den Wunsch gab, den Menschen zu helfen, überlegte Lehrerin Hanna Holthusen mit ihren Schülern, was für eine Aktion sich anböte. Schnell kristallisierte sich die Idee heraus, ein Zeichen zu setzen, indem man in seiner Freizeit für die Ukraine backt. Gesagt, getan: Der Erlös aus dem Verkauf der Backwaren soll an die Menschen im Kriegsgebiet gehen.

Eine große Menschenmenge versammelt sich auf dem Sportplatz in Engeo. Die Schüler des WPK-Mathe-Kurses der Realschule fragen sich, was dort geschieht. „Die setzen ein Zeichen für die Ukraine“, erfahren sie. „Das wollen wir auch“, sind sich die Realschüler schnell einig. Doch wie soll das gehen? Aus diesen ersten Überlegungen heraus kamen die Lehrerinnen Hanna Holthusen und Sarah Zepernick auf die Idee, gemeinsam mit den Teenagern eine Aktion auf die Beine zu stellen, „die etwas bewegt und ein Zeichen setzt“. Das „Backen für den Frieden“ ist geboren.

Obwohl die Teilnahme an der Aktion freiwillig ist, da sie in den Nachmittagsstunden stattfindet, ist die Resonanz in der Schülerschaft riesig. An jedem Nachmittag werden die Kapazitäten der Schulküche mit 25 Schülern voll ausgelastet, und es wird mit äußerst großem Engagement gebacken und verziert. Mit der Aktion erleben die Jungen und Mädchen Schule mal ganz anders, und sie bringen sich eifrig beim Backen, der Gestaltung der Kekse und beim Bau eines des Verkaufsstandes ein. „So kann Schule jeden Tag sein,“ meinte Kea aus der 10a. 200 Kekse „produzieren“ die jungen Bäckerinnen und Bäcker. „Damit haben wir nicht gerechnet,“ sagt Lehrerin Hanna Holthusen, als sie das Backwerk in die Körbe packt, damit die Schüler diese unter anderem auf dem Bremervörder Wochenmarkt für eine Spende an die Kunden veräußern können.

Die Schüler bauen ihren Stand in der Brunnenstraße auf, und einige Schüler beglücken auch die Marktbesucher mit ihren selbst gebackenen Leckereien. Die Aktion wird von den Marktbesuchern und den Passanten in der Brunnenstraße gleichermaßen positiv aufgenommen. Viele Menschen spenden sogar Geld, ohne einen Keks zu erwerben. Die Schüler lassen es sich nicht nehmen, auch Bürgermeister Michael Hannebacher und seine Vertreterin Dr. Silke Fricke mit ihren selbst gebackenen Keksen für eine Spende zu versorgen.

Am Ende der Aktion kann die Findorff-Realschule 750 Euro an die „Aktion Deutschland hilft“ überweisen. Die Schüler freuen sich sehr über den Erfolg ihrer Aktion, aber auch der Besuch im Rathaus und beim Bürgermeister war für sie eine aufregende Angelegenheit, wie die Schüler Natalia, Milena und David Dat aus der 8a betonen. Und auch die Lehrerinnen Sarah Zepernick und Hanna Holthusen zeigen sich hoch zufrieden mit dem Erfolg ihrer Aktion und hoffen, dass die Spenden das Leid im Kriegsgebiet „ein wenig lindern“ können. Die beteiligten Schüler sind zurecht sehr stolz und freuen sich, dass sie aktiv etwas für die Ukraine tun konnten. (bz)

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