Donnerstag, 06. Oktober 2022

Müller-Trio wird zum TSV-Albtraum

Fredenbeck. Die Meisterschaft dürfte kein Thema mehr sein, war sie laut Trainer Adnan Salkic aber auch nie. Die Verbandsliga-Handballer des TSV Bremervörde mussten sich am Sonnabend in Fredenbeck deutlich mit 20:30 geschlagen gegen. Die Niederlage im Derby war die zweite in der englischen Woche. Den Bremervördern war deutlich anzumerken, dass der Akku aktuell ziemlich leer ist. Dabei ist bis zum Saisonende noch ein bisschen zu gehen. Neun Spiel stehen bis zum 4. Juni noch an.

Jesper Müller, Marten Müller, Jannik Müller – diese drei Fredenbecker waren am Sonnabend in der Geestlandhalle bei der Drittligareserve die Garanten für den am Schluss deutlichen Sieg im Derby gegen den TSV Bremervörde. Das Fredenbecker Müller-Trio machte zusammen 21 Tore. Hinzu kam, dass mit Teo Mestrovic ein Mann zwischen den Pfosten stand, der die gute Leistung von Gäste-Keeper Steffen Krange noch toppen konnte. Entscheidend aus Sicht der Gäste war aber, „dass wir im dritten Spiel in acht Tagen einfach platt waren“, wie Co-Trainer Thilo von Kamp nach der fünften Saisonniederlage meinte. Außerdem gingen Spieler wie Jan-Ole Thode, Lars von Kamp oder Felix Weber seit Wochen angeschlagen in die Spiele. „Ich trainiere seit Wochen kaum noch. Das macht sich leider auch in der Quote bemerkbar“, meinte der TSV-Toptorschütze, der seine Saisonbilanz dennoch mit neun Treffern auf 186 erhöhen konnte und die Verbandsligaliste weiterhin anführt.

Das Derby in der Geestlandhalle war gefühlt ein Heimspiel, denn rund 100 der etwa 150 Zuschauer war aus Bremervörde angereist. Und die TSV-Fans bejubelten bis zum Schluss jeden Treffer ihres Teams, auch dann noch als die Partie längst entschieden war. Und das war sie spätestens in der 51. Minute. Da führte die Fredenbecker Reserve, die wegen Coronafällen sowohl Spieler aus der ersten aber auch aus der dritten und vierten Mannschaft im Kader hatte, mit neun Toren. Die Gastgeber, bei denen nach Kopftreffer gegen Felix Weber in der elften Minute Hendrik Bohmann früh die Rote Karte sah, hatten sich nach knapper 11:10-Halbzeitführung in der zweiten Halbzeit abgesetzt und nach 19:16-Zwischenstand sechs Tore in Folge zum 25:16 gemacht. Die Messe war früh gelesen, weil die Bremervörder im Offensivspiel einen ganz schwachen Tag erwischt hatten. Sowohl die erfahrenen Spieler als auch die Youngster David Meinke oder Marvin Mühlmann fanden selten eine Lücke oder scheiterten zu oft an Keeper Mestrovic.

Bezeichnend für den gebrauchten Tag aus Bremervörder Sicht, waren ein deutlich über die Querlatte geworfener Siebenmeter von Lars von Kamp und ein von Felix Weber kurz vor Schluss versuchter Tempogegenstoß, bei dem der Ball an den unter dem Hallendach befestigten Metallstangen landete. Die Chance, es besser zu machen als in Fredenbeck, haben die TSVer am Samstag, 23. April, im Heimspiel gegen Wilhelmshaven II.

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