Samstag, 01. Oktober 2022

Althusmann spricht bei MIT

BREMERVÖRDE. Ukraine-Krise, Inflation, Fachkräftemangel, Ernährungssicherung: Das waren nur einige der Themen, zu denen der CDU-Landesvorsitzende und Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann und die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann am Freitagabend am „Haus am See“ ausführlich Stellung nahmen. Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Rotenburg hatte zu einem hochkarätig besetzten Diskussionsabend eingeladen. Die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast musste allerdings krankheitsbedingt kurzfristig absagen.

Der MIT-Kreisvorsitzende Friedrich Michaelis hätte gerne mehr Gäste zu der Veranstaltung begrüßt, die er „Krisen ohne Ende“, betitelt hatte. Bernd Althusmann rückte die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine in den Mittelpunkt seines Redebeitrags. „Der Krieg ist zurück und das Handeln Russlands ist ein Angriff auf die freiheitliche Welt. Aus meiner Sicht ist längst die rote Linie überschritten. Wir müssen nun auch im Deutschen Bundestag Lösungen finden“, forderte Althusmann.

Die wirtschaftlichen Folgen des Krieges seien in den Mittelpunkt der Politik gerückt. „55 Prozent der Gaslieferungen nach Deutschland stammen aus Russland. Wir können diese Lücke nicht schnell schließen.“ Eine Neubewertung aller Energieversorgungskonzepte sei wichtig. „Wie viel mehr Windkraft ist denn beispielsweise realistisch möglich? Die Betriebe stehen wegen der steigenden Energiepreise schon jetzt mit dem Rücken zur Wand“, sagte der CDU-Landesvorsitzende.

Die rasant steigende Inflation bereitet dem CDU-Politiker besonders große Sorgen. „Wenn wir in diesem Jahr zehn Prozent Inflation bekommen, ist das ein Griff in die Taschen aller Bürger und eine wirtschaftliche Schwächung des ganzen Landes. Eine breite Entlastung muss kommen. Steuersenkungen sind jetzt nötig. Ich bin mir aber auch sicher, dass wir wirtschaftlich stark genug sind, diese Krise zu überstehen“, betonte der 56-Jährige.

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