Mittwoch, 10. August 2022

Christian geht „weltwärts“

Im September geht’s los: Der Bremervörder Christian Lust reist für den Freiwilligendienst nach Namibia. Der 19-Jährige nimmt am Programm „weltwärts“ teil und unterstützt Kinder aus den Townships.

Für den Freiwilligendienst hat sich Christian Lust entschieden, weil er nach dem Abitur – Zeugnisdurchschnitt 1,0 – nicht direkt ins Studium gehen will. Noch weiß er nicht, wohin die berufliche Reise gehen soll. Nun hat er bis September kommenden Jahres Zeit, sich zu entscheiden, kann dabei noch einer guten Sache dienen und selbst dazu lernen.

In seiner Freizeit begeistert sich der junge Bremervörder für Musik und Sport. In der Bremervörder Stadtkapelle spielt er Schlagzeug und was sonst noch so für Rhythmus sorgt. „Beim Bremervörder SC habe ich alle Jugendmannschaften bis zur U16 durchlaufen und bin inzwischen in der ersten Herrenmannschaft des TSV Iselersheim gelandet“, erläutert der 19-Jährige in einem Spendenaufruf.

In Namibia will er als Rudertrainer in der „Namibian Canoe & Rowing Federation“ an seine aktive Zeit in der Ruderabteilung des TSV Bremervörde anknüpfen. Vormittags wird er an einer öffentlichen Schule Sportunterricht in Klasse eins bis sieben erteilen und nachmittags für Kinder und Jugendliche (Wasser-)Sportangebote organisieren. Am 8. September wird Lust mit 20 Kilo Gepäck in den Flieger steigen und in Walvis Bay mit anderen Freiwilligen in einer Wohngemeinschaft leben.

Das Programm „weltwärts“ wird zu 75 Prozent mit Bundesmitteln finanziert. Der Rest wird über Eigenmittel der entsendenden Organisation und mit Hilfe von Spenden und Sponsoren erbracht. In Christian Lusts Fall sind es 2.800 Euro, die aufgebracht werden müssen, damit der ASC nicht auf den Kosten sitzen bleibt und den Freiwilligendienst langfristig anbieten kann. Mit überschüssigen Spendengeldern können vor Ort zum Beispiel Material- , Fahrt- und Transportkosten beglichen werden, damit das Angebot für die Teilnehmer kostenfrei ist.

Obwohl sie in Walvis Bay am Atlantik leben, seien viele kleine Kinder, zumal aus den Townships, noch nie am Wasser gewesen, sagt Lust. Sie müssten erst einmal ans Wasser gewöhnt werden und Schwimmen lernen. Verlässliche Strukturen für Sportangebote aufzubauen, auch darum gehe es. Über seinen Aufenthalt in Namibia wird der junge Bremervörder in loser Folge in der BREMERVÖRDER ZEITUNG berichten.

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