Mittwoch, 10. August 2022

Touristiker wollen durchstarten

Das „Blütenfest“ mit 20.000 Besuchern? Zweimal wegen Corona ausgefallen. Wohnmobiltreffen? Gab’s auch nicht. Trotzdem schauen Gnarrenburgs Touristiker wieder optimistisch nach vorn. Das hat Gründe.

Es war ein durchwachsenes Jahr, auf das der Gnarrenburger Touristik-Verein kürzlich zurückgeblickt hat. Die wichtigsten Veranstaltungen des Vereins fielen dem Corona-Virus zum Opfer, abgesehen von wenigen Lichtblicken im Veranstaltungskalender. Umso größer ist die Hoffnung der Ersten Vorsitzenden Melanie Blank sowie ihrer Mitstreiterinnen und Mitstreiter, jetzt wieder durchstarten zu können. Pläne für Projekte gibt es viele – und mit der Schaffung einer neuen Stelle für eine Tourismusmanagerin in der Rathaus-Verwaltung gibt es jetzt auch noch breitere Schultern, um Menschen aus Nah und Fern die Attraktivität der Moorgemeinde zu vermitteln: Sandra Junge nutzte die jüngste Mitgliederversammlung im Gasthof Ahrens am Montagabend, um sich vorzustellen.

Doch zuvor war es dem Zweiten Vorsitzenden Manfred Schnaars vorbehalten, noch einmal an die Ereignisse zu erinnern, die von der Pandemie im Berichtsjahr zunichtegemacht wurden – allen voran zwei große Wohnmobiltreffen und nicht zuletzt das beliebte Blütenfest, das in den Vorjahren immer wieder weit über 20.000 Besucherinnen und Besucher an den Oste-Hamme-Kanal gelockt hatte. Diese Großveranstaltungen seien angesichts von Corona nicht genehmigungsfähig gewesen, sagte Schnaars. Auch diverse Messebesuche, der Tütensonntag 2021 und der Weihnachtsmarkt waren coronabedingt nicht möglich, bedauerte Schnaars, zumal die Planungen komplett abgeschlossen waren.

Eine Osterrallye für rund 200 Kinder und eine ausgebuchte Schnitzeljagd für Kinder im Rahmen des Ferienprogramms waren allerdings von Erfolg gekrönt.

Schriftführer und Kassenwart Sandy Blank legte den Kassenbericht vor. Mitglied Johann Steffens beantragte im Namen der Kassenprüfer die Entlastung, die einstimmig erfolgte. Lob und Anerkennung für die Touristiker gab es auch vom Vorsitzenden des Wirtschafts-Interessen-Ringes (WIR). Die Zusammenarbeit mit dem WIR und den Gewerbetreibenden sei ganz hervorragend, sagte Hanjo Postels. Mit ganz viel persönlichem Einsatz und Verlässlichkeit denke der Vorstand einfach an alles, so dass gemeinsame Aktivitäten wie von selbst liefen, lobte der WIR-Vorsitzende den Blank und Co. „Ihr denkt einfach an alles. Dafür möchte ich einfach mal Danke sagen!“

Noch mehr Unterstützung für die ehrenamtlichen Touristiker gibt es künftig aus dem Rathaus der Gemeinde, die seit dem 1. Juli eine neue Stelle für eine Tourismusmanagerin geschaffen hat: Sandra Junge nutzte die Versammlung, um sich kurz vorzustellen. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Gnarrenburg hat ganz viel Potenzial“, sagte Junge, die über jahrelange Erfahrungen im Tourismusmanagement verfügt. Bei der Elbtalaue-Wendland Touristik im Landkreis Lüchow-Danenberg und zuletzt beim Tourismusverband Stade habe sie sich unter anderem für die Themen Qualitätstourismus und Nachhaltigkeit engagiert. „Wir haben hier ganz viele kleine Perlen, die man ganz schön aneinanderketten kann“, sagte sie mit Blick auf den Tourismusstandort Gnarrenburg.

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