Freitag, 07. Oktober 2022

Kleines Sperrmüll-Einmaleins

Wie melde ich eine Sperrmüll-Abfuhr an? Was gehört zum Sperrmüll? Wie oft kann ich Sperrmüll pro Jahr anmelden? Diese und andere Fragen erläutert jetzt der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises.

Jeder Haushalt kann im Jahr zweimal Sperrmüll zur Abholung anmelden. Bei jedem Termin können bis zu vier Kubikmeter kostenfrei entsorgt werden. Es ist außerdem möglich, beide Anmeldungen auf einen Termin zu legen, wenn die Anmeldungen zeitgleich gestellt und mit einem entsprechenden Hinweis im Bemerkungsfeld versehen werden.

Darüber hinaus können auch an jedem Termin angemeldete Mehrmengen kostenpflichtig für zwölf Euro pro Kubikmeter in die Entsorgung gegeben werden.

Als Sperrmüll gelten Möbel, Matratze, Fahrrad, Teppiche, Spiegel, alle diese Dinge gehören zum Sperrabfall, außerdem auch Bettdecken, Autokindersitze, große Sportgeräte, wie Skier, große Spielzeuge und Laminatböden. Nicht mitgenommen werden Palisaden, Paneele, Gartenzäune, Türen und Fenster. Auch vollgepackte Säcke oder Kartons sowie schadstoffhaltige Abfälle und Autoteile gehören keinesfalls in den Sperrmüll..

Bei fraglichen Gegenständen lohnt sich auch der Blick ins Abfall ABC, im Abfallkalender oder online. In der Liste sind viele Gegenstände und ihre Entsorgungswege zu finden. All diese Dinge können auf den Entsorgungsanlagen in Helvesiek und Seedorf kostenpflichtig entsorgt werden. Anmeldungen sind möglich über die Internetseite des Abfallwirtschaftbetriebes (www.lk-awr.de) , die App AWR plus online oder unter Verwendung der der Karten aus dem Abfallkalender.

„Eine telefonische Anmeldung ist nicht möglich“, teilt die Kreisverwaltung mit. Wird der Sperrmüll in einer Nebenstraße zur Abholung bereitgestellt und die Adressen sind unterschiedlich, muss dies bei der Anmeldung vermerkt werden. Dies sei insbesondere bei Eckgrundstücken zu beachten, heißt es weiter.

Nach Anmeldung beträgt die Wartezeit für einen Termin aktuell circa sechs Wochen. Der Termin wird zwei Wochen nach Eingang der Anmeldung vergeben.

Nach einer Online-Anmeldung erhalten die Kundinnen und Kunden ihren Termin per E-Mail. Wer seine Sperrmüllabholungen per Karte angemeldet hat, bekommt seinen Termin per Postkarte. Sollte der zugeteilte Termin nicht passen, kann er auch verschoben werden. Um unnötige Fahrten zu vermeiden, sind nicht mehr benötigte Termine möglichst frühzeitig abzusagen. So können frei gewordene Termine schnell an andere wieder vergeben werden.

Wem die Wartezeit zu lang ist, der kann den Sperrmüll alternativ auf den Entsorgungsanlagen in Helvesiek und Seedorf abgeben. Vor Ort fällt für bis zu vier Kubikmeter eine Mindestanliefergebühr von zehn Euro an. Elektrogeräte jeglicher Art werden nicht über den Sperrabfall entsorgt. Sie können bei mobilen Schadstoffsammlungen und auf manchen Grünschnittsammelplätzen abgegeben oder zusammen mit Großgeräten ebenfalls zur Abholung angemeldet werden.

Wie der Abfallwirtschaftsbetrieb weiter mitteilt, muss der Sperrmüll bis 7 Uhr vor dem jeweiligen Grundstück auf öffentlichem Grund freizugänglich zur Abholung bereitgestellt werden, „in geordneter Weise und ohne die Verkehrssicherheit zu beeinträchtigen“. Dafür könnten auch Parkbuchten genutzt werden.

„Er darf nicht auf einem Anhänger, in einer Gitterbox oder hinter dem Zaun stehen. Die Müllwerker dürfen Privatgrundstücke nicht betreten und können auch nicht wissen, ob Gegenstände auf Anhängern et cetera entsorgt werden sollen oder noch in Gebrauch sind“, erklärt der Betrieb die Regelung.

Weitere Informationen zum Thema und die Formulare zur Anmeldung finden Interessierte online. (bz/fs)

www.lk-awr.de

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