Sonntag, 29. Januar 2023

Karateka stellen sich kritischer Jury

Zum Jahresabschluss wurde es für viele Aktive in der hiesigen Karate-Szene noch einmal spannend. Der TSV Bremervörde lud zu einer zentralen Gürtelprüfung ein, an der neben den eigenen Aktiven auch Karateka vom TSV Gnarrenburg, MTV Hesedorf und SV Hepstedt/Breddorf teilnahmen. Insgesamt stellten sich 20 Prüflinge vom Grundschul- bis zum Erwachsenenalter dem kritischen Urteil der beiden Prüfer Jan Meinke, 4. Dan ( TSV Bremervörde/TSV Gnarrenburg) und Sascha Ryll 3.Dan (TSV Gnarrenburg).

Geprüft wurde zu den Gürtelfarben von Weiß bis Braun. In der Grundschule war die korrekte Ausführung der unterschiedliche Schlag- Tritt- und Blocktechniken gefordert, später kamen in Form von Partner- und Freikampfübungen auch noch Fußfeger- Wurf- und Hebeltechniken dazu. Besonders zu den höheren Gürtelgraden war die Prüfung auch eine konditionelle Leistungsprüfung, die gesamte Prüfung dauerte fast vier Stunden. Auch wenn am Ende nicht alle Prüflinge zu hundert Prozent überzeugen konnten, und in zwei Fällen eine Nachprüfung angesetzt wird, zeigten sich die Prüfer insgesamt sehr zufrieden. Dies besonders zur Freude des Bremervörder Abteilungsleiters Andreas Schubert (1. Dan), aus dessen Verein die meisten Prüflinge an diesem Tag kamen. Schubert selbst konnte nicht anwesend sein, da er sich aktuell auf einem mehrmonatigen Auslandseinsatz der Bundeswehr in der Slowakei befindet. Er ließ es sich aber nicht nehmen, sich per Videoanruf zu melden und seinen Schützlingen viel Erfolg zu wünschen. Eine Motivation, die offensichtlich Früchte trug, denn insbesondere die Prüflinge zum Blaugurt und Violettgurt präsentierten ein gutes bis teilweise sehr gutes Niveau. Erwähnenswert hier die Leistungen der Bremervörder Kindertrainerin Melanie Sikau zum Blaugurt, und vom stellvertretenden Abteilungsleiter Christian Merz zum Violettgurt. Sie bewältigten die Doppelbelastung von Vorbereitung und Organisation dieses Tages sowie der eigenen Prüfung mit Bravour.

Der schwierigsten und umfangreichsten Prüfung stellten sich Enno Klein und Ernesto Shahbazian vom TSV Gnarrenburg. Beide wurden von den Prüfern besonders hart gefordert und bestanden am Ende zum 1. Kyu, Braungurt. Da es für die beiden 18-Jährigen somit nun in die anspruchsvolle Vorbereitung zum 1. Dan, Schwarzgurt, gehen wird, bekamen sie neben den Prüfungsurkunden auch noch einige kritische Ratschläge der Prüfer mit auf den Weg.

Jan Meinke und Sascha Ryll zeigten sich am Ende überzeugt, dass die gute Zusammenarbeit der Karatevereine der Region und der direkte Austausch und Vergleich untereinander ein entscheidender Grund für die hohe Qualität der gezeigten Leistungen darstellt.

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