Samstag, 18. Mai 2024

TSVer feiern fette Kabinen-Party

Oyten. Es bleibt dabei: Die Handballer des TSV Bremervörde mögen Achterbahnfahrt. Eine Woche nach der Frust-Niederlage gegen den TuS Haren sorgte der Tabellenletzte gestern für ein positives Ausrufezeichen. Die Grün-Roten gewannen das Aufsteigerduell beim TV Oyten mit 33:30 – und das nach Acht-Tore-Rückstand.

„Diese Mannschaft ist einfach unfassbar. Ich bin stolz, dass ich sie trainieren darf. Mir fehlen die Worte. Die Spielanalyse muss ausfallen“, sagte Adnan Salkic, als er sich gestern Abend per Videochat aus der Party-Kabine in Oyten meldete. Die Bremervörder feierten ihren Auswärtserfolg zusammen mit den 30, 40 mitgereisten Fans beinahe wie eine Meisterschaft. „Wir machen heute den Sonntag zum Samstag“, meinte der TSV-Coach nach dem vierten Saisonsieg. Und nach dem hatte es in Oyten zunächst so gar nicht ausgesehen.

Nach einer Viertelstunde hätte kaum noch jemand einen Pfifferling auf den TSV gegeben. Die Grün-Roten hatte einen miserablen Start erwischt, lagen mit 2:10 hinten. Und sie mussten früh auf ihren Goalgetter Lars von Kamp verzichten. Der hatte in der 17. Minute nach einem Foul an Leonard Fischer die Rote Karte gesehen. Zudem stand in dieser Phase Felix Weber neben seinen Handballschuhen. Salkic nahm den Spielmacher runter und eine Auszeit. „Ich habe die Jungs bei der Ehre gepackt. Und was danach unsere Youngster hier abgerissen haben, ist einfach nur eindrucksvoll“, so Salkic – allen voran David Lüer und David Meinke. „Sie haben die Verantwortung übernommen und uns zum Sieg geführt“, so der TSV-Coach.

Dessen Team holte Tor um Tor auf. Schaffte schon in der 26. Minute den 13:13-Ausgleich, lag zur Pause mit 14:17 hinten und steigerte sich nach dem Wechsel in einen wahren Rausch – „wie ein Vulkan“, beschrieb es Salkic. In der 49. Minute sorgte Lüer mit dem 26:25 erstmals für die Führung, und die gaben die Bremervörder – mit einem starken Keeper Steffen Krange als Rückhalt – bis zum Schluss nicht wieder her.

Für die Bremervörder, die mit neun Punkten Schlusslicht bleiben, war’s ein neuer Hoffnungsschimmer, für Oyten eine bittere Niederlage im Abstiegskampf. Und der hat seit gestern Abend noch einmal an Spannung gewonnen.

TSV Bremervörde: Steffen Krange, Dennis Klingebiel – Lars von Kamp (1), Hannes Meinke (6/4), Jannes Hollstein (2), David Meinke (6), Marvin Mühlmann (4), David Lüer (6), Jan-Ole Thode (5), Justin Saul, Felix Weber (2), Cedrick Dietrich (1). Das nächste Spiel: Bremervörde – HC Bremen (18. März, 18.30 Uhr)

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