Freitag, 19. April 2024

Klare Sache für die Werder-Frauen

Die abstiegsgefährdeten Bundesliga-Frauen des SV Werder Bremen nutzten die Osterpause für ein Testspiel gegen den FC St. Pauli. Dabei sahen 220 Fans auf der Anlage des FC Ostereistedt einen chancenlosen Fußball-Regionalligisten, der mit 0:6 (0:3) gut bedient war.

Die Kiez-Kickerinnen steckten im Stau und ließen nicht nur die 25 Einlauf-Kinder warten. „Das hat schon für Aufregung bei den Kids gesorgt“, meinte Andreas Kierath ein. Der FC-Vorsitzende hatte den Nachwuchs der G- bis E-Jugend komplett eingekleidet. Nach dem Anpfiff der souveränen Schiedsrichterin Anna-Lena Göben (Stade) sorgten die Grün-Weißen für Einbahnstraßen-Fußball und schossen eine 3:0-Pausenführung heraus. „Wir haben den Ball gut laufen lassen, waren aber nicht effektiv genug“, meinte Lars Neugebauer an seiner früheren Wirkungsstätte. Der 41-jährige Zevener agiert in seiner ersten Saison als Torwarttrainer beim Bundesligisten und wünscht sich eine Vertragsverlängerung. „Ich bin hier sehr glücklich“, so Neugebauer, Ex-Keeper des FC O/R.

Der Bundesligist setzte, gegen nie aufsteckende Kiez-Kickerinnen, auch nach dem Wiederanpfiff die Akzente und gewann mit 6:0. „Die Mädels haben eine sehr gute Gegenwehr geleistet und nie aufgegeben“, meinte Trainer Jan-Philipp „Schnecke“ Kalla. Und der Ex-Profi ergänzte: „Der Rasen und das Flutlicht sind super, das kennen wir aus Hamburg gar nicht.“

„Wir werden jetzt unsere Kräfte bündeln und die anspruchsvolle Herausforderung in der Liga angehen“, so Werders Thomas Horsch, der bereits das dritte Mal die Anlage nutzte. „Das sind hier ideale Bedingungen, wir genießen die Gastfreundschaft und das Interesse der Fans“, lobte Horsch.

Und FC-Torjägerin Tamara Gerke meinte. „Werder hat eine sehr gute Spielidee und es macht Spaß zuzuschauen.“ „In drei Spielen sind die Werder Frauen hier ohne Gegentor geblieben. Daher sollten die ihr letztes und entscheidendes Spiel hier austragen“, meinte Lukas Ringen, der die Spiele unter fetziger Musik moderierte.

Tore: Ricarda Walkling (4.), Maja Sternad (7.), Tuana Keles (16.), Christin Meyer (46./72.) und Selma Licima (52.). (mk)

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