Dienstag, 05. März 2024

„Wir haben uns da durchgemogelt“

Vier Mannschaften stehen nach zwei Spielen mit weißer Weste oben in der Tabelle der Verbandsliga. Zu ihnen gehört auch der TSV Bremervörde. Die Mannschaft um Coach Adnan Salkic hat auch ihre zweite Heimpartie gewonnen. Mit 33:30 setzten sich die Grün-Roten gegen den VfL Fredenbeck II durch. Das Derby war spannender, als es sich die Bremervörder gewünscht hatten.

Die erste gute Nachricht schon vor dem Anpfiff: Die Zuschauer halten den Bremervördern auch in der Verbandsliga die Treue. Rund 200 Fans besuchten am Samstag das Derby in der Halle Tetjus-Tügel-Straße. Sie erlebten einen wechselvollen Abend. Zunächst mit kleinen Vorteilen für den Gastgeber, der gegen die junge Fredenbecker Mannschaft solide verteidigte und sich eine Führung erspielte. Es folgten ein Durchhänger und einige starke Paraden von Jona Paulsen, Bremervörder im Kasten des VfL. Fredenbeck kam kurz vor der Pause durch drei Tore in wenigen Minuten auf 13:12 heran.
Bremervörde erwischte den besseren Start in Halbzeit zwei, ging auf 17:14 weg, bekam dann aber im Angriff Probleme. Die Konsequenz: Jannik Müller, mit 13 Toren bester Werfer seines Teams, besorgte die Fredenbecker 20:19-Führung (45.). „Da stand das Spiel auf der Kippe“, meinte Trainer Adnan Salkic. Dessen Mannschaft bekam aber wieder die Kurve; auch weil Keeper Steffen Krange zum richtigen Zeitpunkt zur Stelle war. Der TSV machte aus dem Rückstand ein 24:22. Kreisläufer Jan-Ole Thode, bis dahin von den Gästen clever zugestellt, nutzte Anspiele von Felix Weber, Hannes Meinke (sechs Tore), der nach der Pause Noel Duhme abgelöst hatte, traf von Rechtsaußen und meinte hinterher: „Irgendwie haben wir uns da heute durchgemogelt. Auch solche Spiele musst du erst mal gewinnen“.
Meinkes Treffer zum 29:25 in der 56. Minute war die Vorentscheidung. Gästecoach Jürgen Steinscherer setzte in den letzten Minuten auf offene Manndeckung. Die Bremervörder behielten kühlen Kopf und brachten den Derbysieg ins Ziel, müssen sich aber wohl steigern, um auch am nächsten Wochenende bei Wilhelmshaven II zu punkten.
„Das war heute sicher nicht unsere beste Leistung. Fredenbeck hat es mit langen Angriffen aber auch clever gemacht und eine starke Leistung gezeigt“, sagte TSV-Coach Adnan Salkic.
„Natürlich willst du so ein Derby am liebsten gewinnen. Ich bin trotzdem zufrieden. Die junge Mannschaft lernt von Spieltag zu Spieltag und am meisten von einem Spiel wie heute. Entscheidend waren die letzten Minuten. Da haben die Bremervörder ihre Erfahrung genutzt“, so das Fazit von VfL-Trainer Steinscherer.

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