Sonntag, 19. Mai 2024

Handball-Verbandsliga: Meistertitel im Hinterkopf – Samstag kommt Hatten

Von Michael Brinkmann

Endspurt in der Handball-Verbandsliga: Vier Spiele stehen bis zum 11. Mai noch auf dem Programm. Im Titelrennen sieht es momentan nach einem Zweikampf zwischen Grüppenbühren und dem TSV Bremervörde aus, der am Samstag die TSG Hatten empfängt.

Ein Punkt liegt der starke Aufsteiger HSG Grüppenbühren/Bookholzberg (33:11) nach 22 von 26 Partien vor dem TSV Bremervörde. Schon am Wochenende aber könnte der Tabellenzweite vom Jäger zum Gejagten werden, wenn er seine vorletzte Heimpartie gegen Hatten-Sandkrug (18.30 Uhr, Halle Gymnasium) gewinnt und der Spitzenreiter zeitgleich bei der heimstarken HSG Schwanewede/Neuenkirchen Federn lässt. Dort kassierte kürzlich auch der TSV Bremervörde eine seiner bisher fünf Saisonniederlagen. Geht es nach Trainer Adnan Salkic kommt bis zum Saisonende keine weitere hinzu; insbesondere nicht in heimischer Halle. Dort sind die Bremervörder als Verbandsligist eine Macht und seit fast zwei Jahren ohne Niederlage.
In Sachen Titelgewinn „haben wir aber keinerlei Druck“, hatte der TSV-Trainer nach dem jüngsten Sieg in Habenhausen gesagt, zugleich aber auch betont, dass man sich gegen eine Meisterschaftsfeier nicht wehren würde und seine Chance nutzen wolle, wenn sie sich denn ergibt. Perfekt wäre natürlich, wenn der Titelgewinn am 4. Mai am letzten Heimspieltag gegen Seevetal/Maschen gefeiert werden könnte, zumal dann auch das Landesliga-Frauenteam ihr letztes Saisonspiel in der Halle am Gymnasium bestreitet. „Wir haben aber noch schwere Spiele“, sagt Salkic; ganz besonders am 27. April in Neerstedt. Stolz auf sein Team, das im Schnitt knapp 34 Tore pro Partie erzielt und mit 742 Treffern die mit Abstand offensivstärkste Mannschaft der Liga ist, sei er aber schon jetzt.
Mit der TSG Hatten-Sandkrug kommt heute der Tabellenneunte an die Oste, der das Hinspiel mit 29:24 gewann. Revanche zu nehmen, dürfte für die Bremervörder zusätzlich motivieren. Der TSV-Coach freut sich, dass er mit David Lüer planen kann und mit ihm eine Alternative mehr im Kader hat. „Er ist die letzten vier Spiele dabei“, erklärt Salkic.

Für die künftigen Verbandsligameister Nordsee und Niedersachsen ist die Situation in dieser Saison übrigens kurios, da sie bei Relegationssiegen gegen die siebt- und achtplatzierten Oberligisten komplett die neue Oberliga überspringen und in die neue 4. Liga aufsteigen würde. Diese Spielklasse ist beim TSV Bremervörde allerdings allein schon wegen des kleinen Kaders kein Thema.
Ihr vorletztes Heimspiel bestreiten an diesem Wochenende auch die Landesligafrauen. Das Team von Trainer Thilo von Kamp trifft am Sonntag um 16 Uhr in der Halle Gnarrenburger Straße auf den Tabellenvorletzten MTV Tostedt II.

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