Sonntag, 19. Mai 2024

Fußball-Bezirksliga: SV Anderlingen schlampig beim Schlusslicht

Von Manfred Krause

Fußball-Bezirksligist SV Anderlingen musste sich am Donnerstag beim abgeschlagenen Tabellenletzten TSV Etelsen II mit einem enttäuschendes 3:3 begnügen. Dabei hätten die Gäste gegen einen tief stehenden Gegner locker einen Dreier holen können, zeigten sich im Abschluss jedoch schwach. Nach einer kurzen Regeneration geht es am Sonntag um 15 Uhr im Waldstadion gegen den abstiegsgefährdeten VfL Visselhövede.
„Das sind zwei verschenkte Punkte, doch wir müssen froh sein, dass uns in der Nachspielzeit noch der Ausgleich geglückt ist“, räumte Co-Trainer Volker Steffens ein. Die Gäste reisten mit dem letzten Aufgebot an, hatten in Fabian Schäfer und Hauke Sandmann nur zwei Ergänzungsspieler auf der Bank.
Und Joker Schäfer stach mit dem 3:3 (90+3). Nach Hereingabe von Linus Brunckhorst versenkte der Defensivspieler im Nachschuss die Kugel zum Ausgleich und hielt den Frust damit etwas in Grenzen. „Das Tor tut Fabian, der zuletzt eher von der Bank kam, schon gut“, bemerkte Steffens, der von Beginn an eine offensiv agierende eigene Elf sah. Die mögliche Führung vergab Andre Steffens, der ein Brunckhorst-Zuspiel nicht richtig unter Kontrolle bekam (7.).
Dafür erzielte ein auf Konter ausgerichteter Gegner mit dem ersten Angriff das 1:0 durch Tyson Hennings (21.) und legte schnell das 2:0 durch Nino Nippoldt nach (37.). Die Gäste erhöhten den Druck und verkürzten durch Andre Steffens auf 1:2 (43.), der ein Zuspiel seines Bruders Phil vollendete. „Wir haben in den ersten 45 Minuten einfach zu viele Chancen liegen lassen“, grantelte der Co-Trainer.
Doch der nächste Nackenschlag folgte, denn Schiedsrichter Paul Kauf entschied nach einem Klärungsversuch von Nils Tiedemann auf Strafstoß, den Christian Quiring sicher zum 3:1 verwandelte (71.) „Das war ein klares Stürmer-Foul an Tiede“, ärgerte sich Steffens, der weiter Einbahnstraßenfußball sah. Für die Belohnung sorgte Thore Sandmann, der den Anschlusstreffer zum 2:3 erzielte (77.). „Danach haben wir einige Positionswechsel vorgenommen“, so Volker Steffens, der in der Nachspielzeit das 3:3 von Schäfer notierte. (mk)

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