Samstag, 22. Juni 2024

RSV-Keeper Nitz der Mann des Spiels

Der alte ist auch der neue Kreismeister: Die Fußballer des Rotenburger SV haben das Endspiel um den S32-Titel gewonnen. Das Finale in Bremervörde war an Spannung kaum zu überbieten. Es gab Verlängerung und Elfmeterschießen. Mann des Spiels: RSV-Keeper Thorsten Nitz.
Staffelleiter Walter Feindt musste sich am Freitagabend gedulden, bis er zur Dreifach-Siegerehrung auf dem Rasen im Schützenhofstadion schreiten durfte. Da war es bereits kurz vor 22 Uhr. „Ihr habt ja heute wirklich alles geboten“, sagte das NFV-Spielausschussmitglied und gratulierte beiden Teams. Denn: Der gastgebende Bremervörder SC und der Rotenburger SV wurden jeweils für den Sieg in den Kreisligen Nord und Süd geehrt. Der BSC hatte sich den Titel bekanntlich am letzten Spieltag im „Endspiel“ bei der bis dahin führenden SG Oste/Elm geholt, der RSV stand schon frühzeitig als Staffelsieger und blieb in dieser Saison ohne Niederlage – inklusive Finale.
Und das hatte es in sich; vor allem in Sachen Spannung und Dramaturgie. Der BSC, der das leichte spielerische Übergewicht der Kicker aus der Kreisstadt mit starker Defensive und viel Laufarbeit ausgeglichen und über die gesamte Spielzeit sogar ein kleines Chancenplus hatte, rettete sich quasi in letzter Sekunde erst in die Verlängerung. Der RSV war nach einem 1:1-Pausenstand (13.; 0:1 durch Kay Slominski, 16., 1:1 Pascal Steingröver) durch Tim Potratz ein zweites Mal in Führung (60.) gegangen. Mit dem letzten Eckstoß sorgte dann Jan Peper, Gastspieler aus Bevern, für den 2:2-Ausgleich.
Zur Überraschung der meisten rief Schiedsrichter Frank Rademacher (Basdahl) jedoch nicht zum Elferschießen, sondern zur laut Satzung vorgeschriebenen Verlängerung. Zweimal 10 Minuten standen den ziemlich erschöpften Akteuren also noch bevor. Und in denen bekam der Bremervörder SC dann die große Chance, die Partie für sich zu entscheiden. In der 84. Minute gab es Handelfmeter. Nach Rücksprache mit seinem Assistenten Reinhard Seffner zeigte Schiri Rademacher auf den Punkt. Nicht die einzige Entscheidung, die an diesem Abend von einigen der Gäste-Spieler teils lautstark und langwierig kommentiert wurde. Der Jubel bei den RSVern um Trainer Christopher Kiel war dann umso größer, als Thorsten Nitz den Schuss von Ümit Akin parieren konnte.
Und Nitz, nicht nur Keeper, sondern auch 2. Vorsitzender, wurde im anschließenden Elferschießen dann endgültig zum Mann des Abends. Nachdem die Schützen beider Teams zuvor insgesamt 13 Mal sicher verwandelt hatten, ahnte der 55-Jährige beim Schuss von Kevin Tews die Ecke. Der RSV hatte damit seinen Vorjahreserfolg (1:0 gegen Sandbostel/Selsingen) wiederholt und ist zum insgesamt neunten Mal S32-Kreismeister.
Die Enttäuschung bei den Bremervördern hielt sich in Grenzen. „Es hat Spaß gemacht, und ich finde, wir haben ein gutes Spiel gezeigt“, meinte etwa Tobias Wilkens. (mib)

Related Articles

Letzte Artikel