Montag, 23. Mai 2022
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„Maschine“ bringt die Halle zum Beben

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Gestern Abend: Beim Abpfiff gab es kein Halten mehr: Bremervördes Handballer feiern ihren 27:26-Sieg im Topspiel gegen Oyten. Fotos: Brinkmann

Bremervörde. Was für Emotionen, was für Wechselbäder der Gefühle und was für ein Finale. Die Handballer des TSV Bremervörde haben gestern Abend das Gipfeltreffen der Verbandsliga gegen den TV Oyten in buchstäblich letzter Sekunde gewonnen. 27:26 hieß es nach 60 nervenaufreibenden Minuten für die Grün-Roten, die mit dem Sieg vor der Rekordkulisse von 400 Zuschauern die Tabellenführung übernommen haben. „Ich bin einfach nur stolz, Trainer dieser Mannschaft zu sein“, sagte ein völlig überwältigter Trainer Adnan Salkic.

„Mehr geht nicht für Verbandsliga. Unglaublich. Das war wie früher“, brachte es der ehemalige TSV-Spieler und Trainer Stefan Pragmann auf den Punkt. Die beiden Topteams der Liga boten den Zuschauern einen wahren Handball-Krimi: Hart und verbissen geführte Zweikämpfe, starke Torhüterleistungen, insbesondere von Steffen Krange, und vor allem ständig wechselnde Führungen. Kein Team konnte sich auch nur eine Sekunde sicher sein, das Match zu gewinnen. Das war Spannung pur von der ersten bis zur letzten Sekunde mit einem am Ende überglücklichen Sieger TSV Bremervörde. Und: Beide Mannschaften zeigten, dass sie zurecht ganz oben stehen.

„Ich bin total überwältigt, ich könnte jeden Spieler, jeden Zuschauer umarmen. Die Jungs haben es einfach überragend gemacht und sich mit diesem Sieg und diesen Emotionen belohnt. Das war Werbung für den Handball in Bremervörde. Für uns fühlt es sich an wie eine Meisterschaft. Ein ganz großes Lob muss man aber beiden Mannschaften machen. Das Spiel hätte auch anders ausgehen können“, meinte Bremervördes Trainer Adnan Salkic.

Endete es aber nicht, weil Lars „Maschine“ von Kamp Nerven wie Drahtseile hatte und den alles entscheidenden Wurf des Abends verwandelte. Vier Sekunden vor dem Abpfiff gab es Strafwurf nach Foul von Oytens Noah Dreyer (Rote Karte) an Felix Weber . Die Emotionen auf beiden Seiten kochten in dieser Situation hoch. Es gab den einen oder anderen Wortwechsel – auch mit den Schiedsrichtern Friemert und Grosch. Es blieb aber alles im Rahmen des Erlaubten – passend zum Spiel, das hart, aber nicht unfair war. Es dauerte gefühlte Minuten, ehe schließlich der TSV-Linksaußen an den Siebenmeterpunkt treten konnte, keine Sekunde zögerte, den Ball platziert an Oytens 2,06-Meter-Keeper Julius Timm in die Maschen setzte und die Halle zum Beben brachte.

Zu diesem Zeitpunkt saß ohnehin kein Zuschauer mehr auf seinem Platz. Die Fans klatschten, feierten den Topspielsieger und neuen Tabellenführer TSV Bremervörde, der die Liga mit jetzt 39:11 vor Oyten (38:10) anführt, die Meisterschaftsfrage noch einmal so richtig spannend gemacht hat und am Sonntag in Horneburg spielt. „Wir denken jetzt nur an heute und feiern. Mit dem Spiel übermorgen in Horneburg beschäftigen wir uns ab morgen“, so Adnan Salkic.

TSV Bremervörde – TV Oyten 27:26 (13:12). Spielfilm: 4:0, 5:3, 5:6, 6:9, 11:9, 13:12 – 14:14, 16:14, 19:15, 19:21, 24:22, 26:24, 26:26, 27:26

TSV: Steffen Krange; Felix Weber (1), Jan-Ole Thode (2), Roman von Kamp (8), Lars von Kamp (9/3), Hannes Meinke (3), David Meinke (2), Marvin Mühlmann (2), Finn Thode.

Jetzt heißt es Daumendrücken

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Das Landesligateam muss nach der Niederlage gegen Horneburg jetzt bis zum 28. Mai warten, ehe die Abstiegsfrage geklärt ist. Unser Foto zeigt Lea Duhme, Sabrina Thomannn und Vivien Kullik. Foto: Brinkmann

Bremervörde. Sie waren nah dran, doch am Ende hat es nicht ganz gereicht. Die Landesliga-Handballerinnen des TSV Bremervörde brachten in ihrem letzten Saisonspiel den Tabellenführer VfL Horneburg beim 25:28 zwar ins Wanken, aber nicht zu Fall. Jetzt heißt es abwarten wie Abstiegsmitkonkurrent TSV Morsum (9:21 Punkte) am 28. Mai beim TuS Bergen spielt.

Erst mit der Partie des Vorletzten beim Tabellenführer entscheidet sich, ob der TSV Bremervörde (9:23 Punkte) auch nächste Saison Landesliga spielt. Bei einer Morsumer Niederlage wären die Grün-Roten gerettet. „Wir drücken natürlich Bergen die Daumen“, sagt Thilo von Kamp, der auch 2022/23 die erste Damenmannschaft trainieren wird – unabhängig von der Spielklasse. Von der Qualität gehöre sein Team, das nach jetzigem Stand zusammenbleibt, „auf jeden Fall in die Landesliga“. Auch wenn jetzt noch gezittert werden muss, „bin ich im Großen und Ganzen mit der Saisonleistung zufrieden“, so von Kamp, schließlich hätten viele Spielerinnen vorher noch keinerlei Landesliga-Erfahrung gehabt.

Nach dem Schlusspfiff am Sonntag schwang allerdings eine gewisse Enttäuschung mit, denn die Niederlage sei vermeidbar gewesen. „Es war schade, dass wir es in wenigen Minuten verspielt haben“, so von Kamp. Unterstützt von etwa 100 Zuschauern hatten die Bremervörderinnen dem Favoriten ansonsten Paroli geboten und zur Pause mit 12:10 vorne gelegen.

Zwischen der 45. und 51. Minute dann aber der Bruch. „Da hatten wir leider offensiv ein paar Fehler zu viel und haben uns Gegenstoßtore eingefangen“, so der TSV-Trainer. Horneburg machte aus einem 18:19-Rückstand eine 22:19- und 26:21-Führung. Die Gastgeberinnen konnten zwar noch einmal auf 24:26 verkürzen, die Partie aber in der Schlussphase nicht mehr drehen.

TSV: Sabrina Thomann, Jenny Albrecht, Mareik Hollstein (4), Pia Borutta, Alea Wiebusch, Alina Martens, Hedda Buck, Lara Schlizio (je 1), Julia Loznica (2/1), Vivien Kullik (9/7), Julia Heitsch (2), Lea Duhme (3), Mira Engelke, Laura Götsche. (mib)

Tamia Kett holt drei Bezirkstitel

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Tamia Kett holte drei Bezirksmeistertitel, unter anderem über 75 Meter in 10,63 Sekunden. Rechts: Teamkollegin Mina Kosch, Bezirksmeisterin im Weitsprung. Foto: Isabel von der Fecht

Bremervörde. Mit großer Ausbeute kehrten am Wochenende die Bremervörder Leichtathletinnen von den Bezirksmeisterschaften in Stade zurück. Das Team startete in sechs verschiedenen Einzeldisziplinen und holte sich dabei vier Bezirksmeister- und zwei Vizetitel.

Die ersten großen und offiziellen Meisterschaften des Bezirks Lüneburg standen auf dem Wettkampfplan der Bremervörder Leichtathletinnen. Ab der Altersklasse U14/W12 ist der Modus nicht mehr ausschließlich auf Kreismeisterschaften im Mehrkampf beschränkt, sondern geht regional eine Stufe weiter inklusive der Wettkämpfe in Einzeldisziplinen.

Bei idealen äußeren Bedingungen stand in Stade als erste Bewährungsprobe der Weitsprung auf dem Plan. Nach anfänglichen Ungenauigkeiten im Anlauf und vielleicht einer leichten Nervosität kamen Marit Hinck, Tamia Kett und Mina Kosch (Altersklasse W12) in den heiß begehrten Endkampf (insgesamt 42 Teilnehmerinnen) und hatten drei weitere Versuche. Als wäre ein Schalter umgelegt worden, konnten die drei Athletinnen ihre bisherige Weiten deutlich steigern. Nach sechs Versuchen durfte sich Mina Kosch mit 4,41 Metern über den Bezirkstitel freuen, dicht gefolgt von Marit Hinck.

Zwei Bremervörderinnen absolvierten ihren ersten Speerwurfwettkampf. Lahja Dieckmann wurde Vierte mit einer Weite von 20,95 Metern. Stine Wittich gelang ein etwas besserer Wurf. Sie sicherte sich mit 23,84 Metern die Vizemeisterschaft und war auch im Hochsprung erfolgreich. Mit einer Verbesserung ihrer persönlichen Bestleistung um sechs Zentimeter konnte sich Stine Wittich auch hier mit einer Höhe von 1,38 Metern den Vizetitel sichern.

Sieg im 75 Meter-Sprint

Zeitgleich dazu standen die Sprintläufe über 75 Meter auf dem Plan. Tamia Kett wusste um die große Konkurrenz (34 Teilnehmerinnen), insbesondere ihrer Konkurrentin Tamina Heller vom TV Langen, die bisher annähernd identische Zeiten gelaufen ist. Beide Athletinnen starteten direkt im ersten Zeitlauf, den die Bremervörderin mit einem Vorsprung von drei Hundertstel in 10,63 Sekunden für sich entscheiden konnte und sich somit ihren ersten Bezirksmeistertitel holte.

Es folgte der Kurzsprint-Staffelwettbewerb der Altersklasse U14. Hier dürfen sowohl die Altersklasse W13 als auch W12 in einer Staffel zusammengefasst werden, so dass sich die Mannschaft um Tamia Kett einigen älteren Konkurrentinnen stellen musste. Dennoch gelang es der Staffel mit Tamia Kett, Friederike Mildner, Mina Kosch und Schlussläuferin Marit Hinck von 41,91 Sekunden den nächsten Bezirkstitel nach Bremervörde zu holen; „in einer grandiosen Zeit“, so Trainer Marcus Bieck.

Zum Abschluss standen die Mittelstreckenläufe über 800 Meter an. Couragiert starteten Lahja Diekmann, Rieke Wittich und Tamia Kett in den Lauf und dominierten recht schnell die Führungsspitze. „Jeder, der schon einmal diese Strecke gelaufen ist, weiß um das körperliche Befinden auf den letzten 150 Metern“, so Marcus Bieck. Tamia Kett biss jedoch auf die Zähne, zeigte ihre Sprintqualitäten und holte sich in der Zeit von 2:36,43 Minuten ihren dritten Bezirksmeistertitel. Rieke Wittich lief in neuer persönlicher Bestzeit von 2:38,42 Minuten auf Rang drei.

„Die Athletinnen und ich möchten uns an dieser Stelle herzlich bei der Fotografin Isabel von der Fecht bedanken, die den ganzen Tag ehrenamtlich das Team begleitete und eine Vielzahl von tollen Bildern der Leichtathletinnen in Aktion geschossen hat“, so Trainer Marcus Bieck abschließend.

Showdown an der Hamburger Straße

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Endspiel um Klassenerhalt: Karlshöfen – hier mit Maurice Ruröde – trifft Sonntag auf Tarmstedt. Foto: Specht

LANDKREIS. Zum Abschluss der Abstiegsrunde bestreiten die Karlshöfener Kreisligafußballer am Sonntag ein Endspiel. Das Team kann sich zum Abschluss der nervenaufreibenden Saison mit einem Heimsieg gegen den TuS Tarmstedt den Ligaverbleib sichern. Beim Nordkreisduell zwischen dem Absteiger TSV Gnarrenburg und gesicherten MTV Hesedorf rücken Verabschiedungen in den Blickpunkt.

TSV Karlshöfen – TuS Tarmstedt. Für das letzte Spiel in 2021/22 werden die Karlshöfener alles mobilisieren. Das Team braucht einen Sieg auf dem Sportplatz Hamburger Straße. Alles andere bedeutet für die Grün-Weißen den Gang in die 1. Kreisklasse. Den punktgleichen Tarmstedtern würde aufgrund des Torverhältnisses normalerweise ein Remis reichen, doch auch die Gäste peilen drei Punkte an. „Weil man schlecht auf ein Unentschieden spielen kann“, meint der Gästecoach Thomas Ziegler.

Dessen Gegenüber Stephan Ehlers geht fest von einem Heimerfolg aus: „Es wird einen packenden Schlagabtausch geben, bei dem das glücklichere Ende auf unserer Seite sein wird.“ Als Begründung liefert der heimische Trainer die sehr gute Vorbereitung und dazu die ordentliche Rundenbilanz, die den Spielern viel Selbstvertrauen gegeben habe. Karlshöfen musste sich bisher lediglich dem Ersten TuS Bothel geschlagen geben.

Zusätzlich Mut machen sollte dem Gastgeber das erste Aufeinandertreffen in der Saison. Beim Punktspielauftakt holte der TSV einen 0:2-Rückstand auf und siegte durch Treffer von Alexander Hilken, Felix Hastedt und Michel Stolzenberg 3:2. Auch beim Personal siegt Ehlers den Kader trotz der Ausfälle von Leif Böttjer und Maik Grabau gut aufgestellt.

TSV Gnarrenburg – MTV Hesedorf. Die Gnarrenburger Verantwortlichen und Spieler sind froh, dass die Serie nun endlich zu Ende geht und wollen die Liga unbedingt mit einer zweistelligen Punktzahl verlassen. Nach der Partie werden mehrere Spieler verabschiedet und die Mannschaft bedankt sich bei den treuen Fans mit Getränken. Der Trainer Mirko Böttjer freut sich bereits auf die neue Saison, in der der TSV auch dank der aufrückenden Junioren mit einem attraktiven Team auslaufen kann.

Beim MTV Hesedorf steht die Verabschiedung vom Trainer Andreas Bruders sowie Rouven Meister und Christian Wiese, die künftig jeweils deutlich kürzer treten möchten, im Mittelpunkt. Außerdem kann der Gast auf eine solide Saisonleistung zurückblicken. Man hatte trotz der vielen Ausfälle mit dem Abstiegskampf nichts zu tun und wird die Runde mindestens auf Platz drei beenden. Das Ergebnis ist aufgrund der Umstände für den MTV-Teammanager Hendrik Witt „absolut top.“ (db)

Heute steigt das Gipfeltreffen

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Daumen hoch: Bremervördes Trainer Adnan Salkic hat seine Mannschaft aufs heutige Topspiel gegen den Tabellenführer aus Oyten eingeschworen. Foto: Brinkmann

Bremervörde. Auf dieses Spiel freuen sie sich schon seit Wochen: Die Verbandsligahandballer des TSV Bremervörde (37:11 Punkte) treffen am heutigen Freitag um 20 Uhr in der Halle Tetjus-Tügel-Straße auf den TV Oyten (38:8). Es ist das absolute Topspiel: Der Zweite empfängt den Spitzenreiter. „Wir wünschen uns, dass es ein Handballfest wird für die Mannschaft und auch für die Zuschauer“, betont Trainer Adnan Salkic.

„Für uns ist es das Spiel des Jahres, und die Jungs wollen die Möglichkeit nutzen, sich für eine geile Saison zu belohnen“, sagt Bremervördes Coach. Damit meint der Coach nicht unbedingt, ob es am Ende zur Meisterschaft reicht, sondern vielmehr, ein solches Topspiel „zu erleben und zu genießen“ und bezieht auch die Zuschauer mit ein. Es sei lange her, dass es ein solches Gipfeltreffen in Bremervörde gegeben habe. „Wir hoffen und wir wünschen uns deshalb, dass die Halle am besten bis auf den letzten Platz besetzt ist“, sagt Salkic. „Defizite, die wir vielleicht gegenüber Oyten haben, können wir mit den Fans ausgleichen. Sie sind die zehn Prozent, die uns helfen werden. Jeder Zuschauer zählt, jedes Klatschen zählt. Ich selbst habe als Spieler solche Spiele geliebt“, Spiele die man sein Leben lang nicht vergisst, wirbt Salkic um Unterstützung.

Erklärtes Ziel der Mannschaft sei, im „Wohnzimmer“ Halle Tetjus-Tügel-Straße keine Punkte abzugeben. „Deshalb wollen wir gegen diese Topmannschaft aus Oyten gewinnen und zeigen, dass wir ebenfalls zurecht da oben stehen. Egal, ob wir am Ende Meister werden oder nicht“. Oyten hätte bei einer Niederlage nach Minuspunkten weiterhin die Nase vorn und die besten Karten im Kampf um Platz eins.

Um sein Team auf die Partie einzuschwören, gab es bereits am Dienstag eine intensive Besprechung. „Ich wollte den Jungs die Bedeutung vor Augen führen“, berichtet der Coach. Und: Die Spieler, die heute auf dem Feld stehen, sollen sich diesmal ganz auf Handball konzentrieren. „Sie sind deshalb von den vielen Aufgaben befreit, die sie bei unserer Selbstverwaltung normalerweise rund um ein Spiel zu erledigen haben. Die anderen müssen etwas mehr tun. Das haben auch alle verstanden“, betont Salkic.

Zusätzliche Motivation schöpfen die TSVer auch aus dem Hinspiel. Nach einem 6:0-Lauf zu Beginn der Partie gab es früh eine Rote Karte für Felix Weber und am Ende eine 24:28-Niederlage. Außerdem wäre ein Sieg gegen den Spitzenreiter aus dem Kreis Verden vor der gleich am Sonntag folgenden Partie in Horneburg ein nachträgliches Geschenk für Lars und Thilo von Kamp. Die Zwillinge hatten am Mittwoch Geburtstag.

Mit Lars von Kamp und Noah Dreyer treffen übrigens morgen zwei der Toptorschützen aufeinander. Bremervördes Linksaußen hat in 24 Spielen 248 Treffer erzielt, der Oytener 175 in 20 Begegnungen.

Gute Chancen für zweites Baugebiet

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Seit Jahren hat Bremervörde in der Kernstadt für Bauwillige kein kommunales Bauland mehr im Angebot. Mit dem „Vörder Feld Nord“ soll sich das ändern. Und nun könnte die Stadt sogar ein zweites Neubaugebiet erhalten. Ein Investor aus Beverstedt will nördlich des „Alten Kirchweges” in Engeo eines entwickeln.

Kultige „Enten“ unterwegs

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Auch auf dem Rittergut in Poggemühlen waren am vergangenen Sonntag die „Enten“ zu Gast, darunter diese roten Exemplare. Fotos: bz

Luxus gibt es nicht im Citroën 2 CV. Trotzdem ist die „Ente“ gut 30 Jahre nach Produktionsende ein begehrtes Sammlerobjekt. Am Wochenende trat das automobile Federtier im Vörder Land im Schwarm auf.

Vor fast 32 Jahren wurden die letzten Citroën 2 CV gebaut. Besser bekannt ist die Modellreihe in Deutschland unter dem Namen Ente. Am vergangenen Sonntag machte sich die „Enten-Clique-Unterelbe“ mit 60 Fahrzeugen auf den Weg durch das Elbe-Weser-Dreieck, wobei sie in Klenkendorf und Poggemühlen vor herrlicher Kulisse pausierten.

Nach Corona-bedingtem Ausfall im vergangenen Jahr startete die „Enten-Clique-Unterelbe“ wieder eine große Ausfahrt mit zahlreichen der inzwischen historischen Kultfahrzeuge von Citroën. „Wer hätte gedacht, dass in unserem nassen Dreieck zwischen Bremen, Cuxhaven und Stade von frankophilen ‚Geflügelhaltern’ noch an die 60 der spartanischen, aber ungemein praktischen und komfortablen Clochard-Autos am Leben erhalten werden – schließlich verließ die letzte Ente im Juli 1990 das Werk“, zeigte sich Veranstalter Thomas Derlien begeistert. (bz)

Fassaden-Streit geht weiter

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Rund 50 interessierte Gäste waren dabei, als Mitglieder der Stadtverwaltung, des Stadtentwicklungsausschusses und Vertreter der Specht-Gruppe kürzlch die viel diskutierte Fassade des Neubaus auf dem Rathausmarkt begutachteten. Die Positionen der Stadtpolitik und der Investoren scheinen unvereinbar.

Abschied mit Edelmetall

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Jägerschaftsvorsitzender Arno Schröder (rechts) verleiht seinem scheidenden Stellvertreter Karl-Heinz Wilshusen eine Ehrenurkunde. Die LJN-Verdienstmedaille in Gold überreichte LJN-Vizepräsident Ernst-Dieter Meinecke an Wilshusen (kleines Foto). Fotos: Algermissen

Die Jägerschaft Bremervörde steht vor einem Generationswechsel. Am Wochenende wurde der stellvertretende Vorsitzende Karl-Heinz Wilshusen mit der LJN-Verdienstmedaille in Gold verabschiedet.

Stattliche Trophäen, eine gut gefüllte Kasse und nach zwei Jahren Corona-Zwangspause endlich wieder eine Zusammenkunft in Präsenz: Beste Stimmung herrschte am Sonnabend auf der gut besuchten Mitgliederversammlung der Jägerschaft im Hotel Daub. Nur mit Blick auf den anstehenden Personalwechsel im Vorstand kam ein wenig Wehmut auf. Vorsitzender Arno Schröder, der 2023 nach 15 Jahren aus dem Amt ausscheiden wird, verabschiedete seinen langjährigen Stellvertreter Karl-Heinz Wilshusen. Zum Nachfolger wurde Marcus Lütjen gewählt.

Es war einer der Höhepunkte des Nachmittages: „Seit 37 Jahren leistest Du im Vorstand hervorragende ehrenamtliche Arbeit“, sagte Arno Schröder in Richtung seines scheidenden Stellvertreters. Schröder erinnerte an Wilshusens ehemalige Tätigkeiten als Leiter des Damwildringes und als Schriftführer. Er lobte dessen seit 13 Jahren andauerndes Engagement für das mit der Bremervörder Zeitung herausgegebene „Jagdmagazin“. Der Vorsitzende erwähnte zudem einige von Wilshusen angestoßene Aktionen wie die „Wildunfall“-Dreibeine und die blauen Leitpfahl-Reflektoren an Straßenrändern. Der Einsatz Wilshusens sei gar nicht hoch genug zu bewerten, so Schröder.

Das sieht auch Ernst-Dieter Meinecke so. Der stellvertretende Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) verlieh Wilshusen die LJN-Verdienstmedaille in Gold.

Digitaler Integrationshelfer vorgestellt

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Eine neue mehrsprachige App und Webseite Integreat unterstützt ab sofort Migranten, sich über lokale Angebote und Anlaufstellen im Landkreis Rotenburg zu informieren. “Die Inhalte sind nun auch auf Ukrainisch verfügbar”, teilte der Landkreis vorgestern mit.