Donnerstag, 05. August 2021

Gefahr in der eigenen Hand

Rotenburg. Kreisweit hat die Polizei im Landkreis Rotenburg in der vergangenen Woche ihren Fokus auf die Unfallursache Ablenkung gerichtet. In erster Linie überprüften die Beamten, ob Fahrerinnen und Fahrer hinter dem Steuer ihres Fahrzeugs mit der Bedienung eines Handys oder eines anderen elektronischen Gerätes beschäftigt waren. Nun zieht die Polizei Bilanz.

Mehr als 100 Betroffene wurden erwischt, wie sie während der Fahrt ein Mobiltelefon nutzten. 47 Bußgeldverfahren richten sich gegen Pkw-Fahrer und -Fahrerinnen. 33 Mal waren es Fahrer von Sattelzügen, die die Beamten während der Kontrollwoche feststellten. Dabei setzte die Autobahnpolizei auf der Hansalinie A1 mit Erfolg eine GoPro-Kamera zur Beweissicherung der Verstöße in den erhöhten Fahrerkabinen des Schwerlastverkehrs ein. Aber auch 20 Radfahrer müssen wegen eines Handyverstoßes mit einem Bußgeld von 55 Euro rechnen. „Bei dem überwiegenden Anteil der Betroffenen handelte es sich um Männer im Alter zwischen 25 und 44 Jahren“, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Rotenburg.

Dass es bei den intensiven Kontrollen zu weiteren Verstößen kommen würde, hatte Polizeikommissarin Dana Cordes aus der Erfahrung der letzten Kontrollwoche im Frühjahr erwartet: „Drei Fahrzeugführer waren nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis, einmal war jemand nicht angeschnallt. Bei einem Sattelzug haben wir zudem enorme Fahrzeugmängel festgestellt“, sagte die Leiterin der Aktion. Die Überprüfung eines anderen Verkehrsteilnehmers habe ergeben, dass zwei Haftbefehle gegen ihn vorlagen. Der Mann musste über 2000 Euro als Ersatz für eine Freiheitsstrafe zahlen.

Die Kontrollen zeigten aber auch, dass nicht nur Erwachsene gegen die Verkehrsvorschrift verstießen. Die Kontrollteams stoppten acht Kinder, die während der Fahrt auf ihrem Rad mit ihrem Handy telefonierten oder spielten. „Die Polizei im Landkreis Rotenburg wird die Unfallgefahr durch die Bedienung von Handys während der Fahrt nicht aus den Augen verlieren und weitere Kontrollen folgen lassen“, kündigen die Beamten an. (bz)

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