Donnerstag, 06. Oktober 2022

„Solidarität und Mitgefühl“

Der Landkreis Rotenburg bereitet sich mit Blick auf den Ukraine-Krieg auf die Aufnahme von Flüchtlingen vor. Laut Landrat Marco Prietz befindet man sich bereits im Austausch mit Land und Kommunen.

Prietz wählt am Dienstag in einer Ausschussitzung deutliche Worte: „Der Landkreis Rotenburg ist schockiert vom russischen Überfall auf die Ukraine in der vergangenen Woche.“ Es sei entsetzlich, dass der flächenmäßig größte Staat der Welt im Jahr 2022 einen Angriffskrieg als legitimes Mittel zur Durchsetzung politischer Interessen ansehe. Der Landrat weiter: „Unsere Solidarität und unser Mitgefühl gelten dem Volk der Ukraine, das nun unter diesem Krieg schrecklich leidet. Insbesondere denke ich an die Frauen und Kinder, die in diesen Stunden in den Städten der Ukraine zu Opfern der russischen Angriffe werden.“

Er begrüße und unterstütze das entschlossene Vorgehen der Bundesregierung sowie ihrer Verbündeten und Partner. Ziel sollte es sein, so der Landrat, die Ukraine in ihrer Selbstverteidigung zu unterstützen, gleichzeitig die humanitären Folgen des Krieges abzumildern und eine weitere Ausdehnung des Konfliktes zu vermeiden.

Für den Landkreis seien ebenfalls Auswirkungen des Krieges zu erwarten. Aus heutiger Sicht könnten dies sowohl wirtschaftliche Folgen, aber auch politische Konsequenzen (Energieversorgung) und humanitäre Herausforderungen sein. Insbesondere sei in der Europäischen Union und damit auch in Deutschland mit vielen Flüchtlingen aus der Ukraine zu rechnen. Dabei gelte es, auf allen staatlichen Ebenen die Vorkehrungen zu treffen. Prietz: „Der Landkreis arbeitet dabei sowohl mit dem Land Niedersachsen als insbesondere auch mit den Städten und Gemeinden im Landkreis sehr eng zusammen.“ (bz)

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