Mittwoch, 25. Mai 2022

Befestigung „blöd gelaufen“

Aus Sand sollte sie bestehen, doch es landete auch altes Baumaterial am Vörder See. Bei einer Erneuerung der Uferbefestigung ist offensichtlich etwas schief gelaufen. Einer Passantin fiel das auf.

Eine besorgte Leserin hat sich an die BZ-Redaktion gewandt und erklärt, dass neben Sand offenbar auch Bauschutt ausgebracht wurde. Tatsächlich finden sich am Rande des Sees Klinker, Pflasterverbundsteine, Flatterband und Geröll, vor allem in Richtung Aussichtsturm an der zum Oste-Deich gelegenen Seite. Parallel laufen seit Monaten Bauarbeiten in der Eschenstraße. Man müsse nur eins und eins zusammenzählen, meint die BZ-Leserin, betont aber, dass der von ihr vermutete Zusammenhang Spekulation sei. Die Stadt rühme sich so gern mit dem See als Aushängeschild, aber sie behandele ihn stiefmütterlich.

Die Maßnahme sei „blöd gelaufen“, räumt Benjamin Bünning, Geschäftsführer der Natur- und Erlebnispark (N&E) GmbH, auf BZ-Nachfrage ein. Tatsächlich sei Sand aus dem Straßenbau verwendet worden, kein Straßenbelag, sondern „augenscheinlich guter Boden – war aber nicht so“, bedauert er. Die Stürme hätten den Sand abgetragen, „und jetzt müssen wir sehen, dass wir eine vernünftige Uferbefestigung hinbekommen.“

Wie die aussehen wird, darüber werde zurzeit nachgedacht. Das Material sei nicht absichtlich verbaut worden, versichert Bünning. Die Steine würden „weggesammelt“, und künftig müsse der Sand gesiebt werden, damit klar sei, dass es sich um gutes Material handele. Was genau am See verbaut wurde, war gestern bis Redaktionsschluss beim städtischen Bauhof nicht in Erfahrung zu bringen.

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