Mittwoch, 28. Februar 2024

Volksbank-Cup in Gnarrenburg: VSK Osterholz der Turniersieger 2023

Die favorisierten Oberligisten Rotenburger SV und SV BW Bornreihe sind beim Volksbank-Cup des TSV Gnarrenburg hinter den Erwartungen geblieben. Dafür setzte Bezirksligist VSK Osterholz-Scharmbeck vor einer großen Zuschauer-Kulisse ein Ausrufezeichen und schlug in einem kampfbetonten Finale den SV BW Bornreihe verdient mit 3:0. Das Spiel um Platz drei gewann der TSV Ottersberg gegen den Bezirksliga-Konkurrenten TV Oyten im Penaltyschießen mit 4:3 (1:1).

Wer geglaubt hatte, dass die „Moorteufel“ den zwei Klassen tiefer an angesiedelten Gegner an die Wand spielen würden, sah sich getäuscht. Denn der VSK Osterholz agierte selbstbewusst und setzte fußballerische Akzente. „Wir waren die bessere Mannschaft und haben den Cup verdient gewonnen. Das war schon ein echter „Classico“ für die Region Osterholz, einfach genial“, freute sich VSK-Trainer Thorsten Westphal, der einen ersten guten Abschluss von Keeper Nicolai Süß notierte. Der nächste Versuch saß und Jan Brinkmann schloss ein Zuspiel von Süß zum 1:0 ab. Dann erhöhte Taylan Akin auf 2:0. Im Anschluss stand der VSK-Torhüter im Fokus erneut, der im Liga-Alltag für den TuS Zeven (1. Kreisklasse) spielt und machte mit dem 3:0 den Deckel drauf. „Wir haben es nicht geschafft, uns Chancen zu erarbeiten. Der Gegner war einfach cleverer“, fand Bornreihes Betreuer-Legende Milan Alexis.
Bezirksliga-Primus TSV Ottersberg tat sich gegen den TV Oyten schwer und geriet früh durch Dorian Mothes in Rückstand. Im Anschluss verpasste Anton Strodthoff das 2:0 und traf nur den Pfosten. Dafür glich Dominik Rosenbrock in einem offenen Spiel zum 1:1 aus. „Im Halbfinale war dann die Luft raus und damit haben wir den Einzug ins Endspiel verpasst. Dennoch war es ein tolles Turnier, dass uns gefallen hat“, fand TSV-Torjäger Daniel Throl, der in der Schlussminute die Chance zum 2:1 vergab. Dafür machte Egzon Percani im Penaltyschießen Platz drei perfekt.
Die Aufgaben der Gastgeber in der Gruppe A schienen unlösbar. Doch bereits im Auftaktspiel gegen den Cup-Verteidiger Rotenburger SV lag eine Überraschung in der Luft. „Wir haben über eine gute Kompaktheit das Spiel offen gehalten. Das war auch unsere Strategie in den weiteren Gruppenspielen“, sagte Matthis Lemmermann, dessen Team am Ende ein verdientes 1:1 verpasste. Denn: Mit dem Schlusspfiff traf der Oberligist zum 2:1. Das letzte Spiel gegen den Landesligisten Güldenstern Stade ging deutlich mit 0:4 verloren. „Wir hatten gute Chancen, machen aber die Tore nicht und leisten uns individuelle Fehler“, räumte Stürmer Jaret Renken ein, der im Wechsel mit Jascha Lamp in der Spitze agierte.
„Die Mannschaft hat stark begonnen und hätte gegen den Rotenburger SV wenigsten ein Remis verdient gehabt. Das Turnier war vom fußballerischen gut anzuschauen und die zahlreichen Fans wurden sicher nicht enttäuscht“, meinte Fabian Tietjen, der neben Sven Schostak am Regiepult saß und die abschließende Siegerehrung vornahm.
Zum besten Torhüter wurde Nicolai Süß (VSK) durch die Trainer gewählt. „Er hat eine überragende Leistung gezeigt und Tore vorbereitet und erzielt“, lobte Jelldrik Dallmann, der für den SV Ahlerstedt/Ottendorf II auflief. Der 23-Jährige lebt in den USA, studiert an der Southern Methodist University im Bundesstaat Texas und spielt im dortigen Collage-Team, absolvierte dort 19 Spiele und erzielte 14 Tore. Derzeit ist der Kuhstedter auf Heimatbesuch und nutzte die Gelegenheit, um bei seinen alten A/O-Kumpels mit zu kicken. „Das war ein echtes Weihnachtsgeschenk, dass ich am Hallen-Kick teilnehmen durfte. Und das in Gnarrenburg, wo ich aufgewachsen bin und sehr viele Leute kenne“, schwärmte der Stürmer, dessen Team nur einen letzten Tabellenplatz in der Gruppe B erreichte. Dennoch bleibt es für den Angreifer ein unvergessener Tag. Denn: Dallmann wurde nicht nur erfolgreichster Torschütze (vier), sondern auch zum besten Spieler gekürt. „Das war eine echte Überraschung, denn sportlich haben wir ja nichts bewegt und nur einen Punkt geholt“, meinte der Kuhstedter. Neben einem Präsentkorb erhielt er mit Wasserwaage und Eimer ein weiteres treffendes Geschenk. Und wie schaut die Zukunft aus? „Ich würde gerne bei einem US-Klub Profi werden. Das ist allerdings ein schwieriger Schritt“, so Dallmann, der am 5. Januar wieder zurück in die Staaten fliegt.

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