Donnerstag, 06. Oktober 2022

SV Anderlingen weiter auf Titelkurs

Was für eine Dramatik im Anderlinger Waldstadion. Durch späte Tore in der 90. Minute und in der Nachspielzeit drehten die Gastgeber ein scheinbar schon verlorenes Spiel gegen den Bremervörder SC.

„Das war ein hartes Stück Arbeit, genau das, was ich erwartet habe, ist eingetreten. Ein Gegner, der uns stark in Bedrängnis gebracht hat. Mit einem Elfmeter, der durch zehn Sekunden Tiefschlaf eines Verteidigers aufgelegt wurde. Dadurch wurde es für uns nicht gerade einfacher. Wir haben versucht, das Mittelfeld schnell zu überbrücken, um in die Außenpositionen zu kommen, das ist ein paar Mal gut gelungen. Ich denke, wir haben bis zur 35. Minute keine großen Torchancen zugelassen und hatten das Spiel eigentlich relativ gut im Griff“, meinte SVA-Coach Tomas Meyer.

Einzig die Situation vor dem Elfmeter passte da nicht ins Bild. Niels Burfeindt spielte im eigenen Strafraum dem Bremervörder Toni Fahrner den Ball in den Fuß. Beim Rettungsversuch packte Torwart Leon Braasch zwar den Ball, rammte im selben Moment aber auch den gegnerischen Stürmer um. Den Strafstoß verwandelte BSC-Kapitän Pascal Steingröver sicher zum überraschenden 0:1.

Anschließend habe sich sein Team auf das Kleinklein im Mittelfeld eingelassen, mit vielen Zweikämpfen. Meyer räumte ein, dass seine Mannschaft dann den Faden verloren habe. „Nach der Pause ist es uns nicht gleich gelungen, den Faden wieder aufzunehmen. Zum Ende hin haben wir es dann aber erzwungen, und doch noch Torgefahr entwickelt.“ Dazu trug Meyer mit einer Einwechslung bei, Jonas Steffens war gerade frisch auf dem Platz, als er mit einem platzierten Distanzschuss den viel umjubelten 1:1-Ausgleich markierte (90.). Noch mehr Emotionen wurden auf Anderlinger Seite frei gesetzt, als Rückkehrer Lucas Heins in der Nachspielzeit sein erstes Tor wieder im Trikot des SVA per Kopf erzielte. „Wer mit einem Tor in der Nachspielzeit gewinnt, hat ein Stück weit Glück gehabt. Aber Bremervörde hatte nun auch nicht so viele Torchancen.“ In der Aufstiegsrunde, sagte Meyer, müsse man „in jedem Spiel bis zum Schluss das Tor machen wollen“, das habe er seinen Jungs eingebläut, und die hätten sich das offenbar zu Herzen genommen.“ Nun haben wir nächstes Wochenende das absolute Spitzenspiel bei uns in Anderlingen“, freute sich Meyer auf die Partie gegen den FC Hesedorf/Nartum. Der BSC hingegen erwartet am Sonntag den FC Alfstedt/Ebersdorf zum Derby.

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