Montag, 15. April 2024

SV Anderlingen holt wichtigen Dreiewr

Wenig Fußball, dafür einen wichtigen Dreier: Der SV Anderlingen setzte sich in einem schwachen Bezirksliga-Spiel gegen den Tabellenvorletzten SV Komet Pennigbüttel unter Flutlicht mit 3:2 (2:0) durch. Nicht nur den gut 100 Fans war es am Ende egal, wie der Sieg zustande kam, knackte der Aufsteiger doch die 40-Punkte-Marke und ist dem Klassenerhalt ganz nahe.

Der Trainingsplatz bot wahrlich keine optimalen Bedingungen und damit entwickelte sich gegen die abstiegsgefährdeten „Kometen“ ein Kampfspiel. Das Mittelfeld um die Ideengeber Ole Lemmermann und Phil Steffens schaffte es nicht, Struktur in den Spielaufbau zu bringen.

„Wir haben keinen Zugriff auf das Spiel bekommen und kaum zwingende Chancen erarbeitet“, fand Brian Müller. Der an der Schulter verletzte Torjäger musste vom Spielfeldrand lange auf die Führung warten. Doch das heraus gespielte 1:0 durch Rayk Hess war erste Sahne (33.). Nach einer herrlichen Kombination über Lukas Heins und Linus Brunckhorst schloss der Außenbahnspieler knallhart aus spitzem Winkel ab.

Die Gäste-Abwehr um den souveräner 44-jährigen René Thiel ließ nichts anbrennen und stellte Angreifer Heins zu. Dennoch nutzte Phil Steffens die zweite gute Chance zum 2:0-Pausenstand (44.). Der Sechser hämmerte die Kugel nach einem Zuspiel von Verteidiger Joris Braasch aus gut 25 Metern unter die Latte.

Nach dem Seitenwechsel blieb es ein Spiel zwischen den Strafräumen. Dann waren es die offensivschwachen Gäste, die mit der ersten guten Chance durch Tim Weinmann auf 1:2 verkürzten (61.). Ein Geschenk von Keeper Arne Treu, der dem Gegner den Ball in die Füße spielte. „Wir haben Arne über die Verteidiger keine Anspielstationen angeboten“, nahm Müller seinen Torhüter ein wenig in Schutz.

Den alten Abstand stellte dann Phil Steffens nur sechs Zeigerumdrehungen später her. Das Tor leitete Fabian Schäfer mit einem herrlichen Flugball auf Ole Lemmermann ein, der aus Nahdistanz an Keeper Philip Bötjer scheiterte. Den Abpraller schloss der Torschütze per Volleyabnahme zum 3:1 unter die Latte ab.

„Der Gegner hat unsere schwache Viertelstunde vor der Halbzeit zur Führung genutzt und zum richtigen Zeitpunkt das 3:1 gemacht. Am Ende war es ein verdienter Sieg“, räumte Komet-Trainer Malte Jaskosch ein, der mit dem 2:3 durch Torjäger Joschua Zurek noch einmal Hoffnung schürte. Und der Ausgleich lag in der Luft, doch Arne Treu parierte einen Schuss von Rafael Monsees aus Nahdistanz reaktionsschnell ab. „Dass wir das Spiel noch einmal fast zum Kippen bringen, ist unglaublich“, so die harsche Kritik von Co-Trainer Volker Steffens.

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