Samstag, 18. Mai 2024

42:39 – Saul macht den Deckel drauf und muss Kiste zahlen

Puh. Das war eng. Viel hat nicht gefehlt und eine lange Serie wäre gerissen. Der TSV Bremervörde mogelte sich am gestrigen Freitagabend zu einem 42:39 (19:17)-Heimsieg gegen den Elsflether TB, bleibt mit 11:5 Punkten in der Verbandsliga-Spitzengruppe.

Man kann es glücklich, man kann es vielleicht auch clever nennen. Den Spielern war‘s spätestens mit dem Abpfiff egal. Zwei Punkte mehr sind auf dem Konto und die Heimserie hält. Nimmt man die Aufstiegssaison 2021/22 hinzu, ist der TSV Bremervörde 19 Verbandsligaspiele in Folge in heimischer Halle ungeschlagen. Den gestrigen Sieg musste sich das Team allerdings hart erarbeiten. Erst ganz kurz vor Schluss konnten sich die rund 200 TSV-Fans in der spannenden und temporeichen Partie sicher sein, dass die Zähler nicht auf die andere Seite der Weser mitgenommen werden, sondern an der Oste bleiben.
Für einen Spieler wird der Abend teuer. Der junge Justin Saul erzielte das 40. Tor – und dafür wird in Handballer-Kreisen traditionell eine Kiste Bier fällig. Ein enorm wichtiger Treffer des jungen Rechtsaußen, denn es war zweieinhalb Minuten vor Abpfiff das 40:37. Saul war gestern so etwas wie der Mann der letzten Minuten, denn er erzielte auch den 39. Treffer und legte zudem das 41:37 nach – in einem über weite Strecken wilden Spiel mit zwei gut leitenden Schiedsrichterinnen Franziska Duwe und Julia Rosemann.
Die Zuschauer kamen rein handballerisch gesehen vielleicht nicht unbedingt auf ihre Kosten, ihnen wurden eine Woche nach dem 44:40 gegen den TV Dinklage aber immerhin wiederum jede Menge Tore geboten. So viele Treffer hätten nach den Vorstellungen von Adnan Salkic eigentlich nicht fallen sollen, denn der TSV-Trainer hatte im Vorfeld deutlich mehr Bissigkeit in der Abwehr gefordert. Dort gab es für den Elsflether TB jedoch jede Menge Lücken, und weil Keeper Steffen Krange bis zur Schlussphase kaum einen Finger an den Ball bekam, war‘s ein munteres Torewerfen, bei dem auf Bremervörder Seite David Lüer (8), Felix Weber (9) und Lars von Kamp (12) herausragten. Bester Torschütze bei den Gästen war Rechtsaußen Lasse Pape (10).

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