Mittwoch, 28. Februar 2024

Duray übernimmt in Selsingen: Auch mit 71 noch „vom Fußball fasziniert“

Letzte Details wurden vor wenigen Tagen besprochen, die Mannschaft haben die Verantwortlichen der Fußball-Abteilung des MTSV Selsingen gestern Abend zum Auftakt der Rückrunden-Vorbereitung informiert. Rainer Duray (71) wird zur kommenden Saison neuer Trainer des Kreisligisten. Er tritt die Nachfolge von Daniel Ariens an, der auf eigenen Wunsch nach der Serie 2023/24 als Coach aufhören möchte (BZ berichtete). Für den 71-Jährigen Duray endet mit dem Wechsel zum MTSV Selsingen nach sechs Spielzeiten das Engagement beim TSV Oerel/Barchel (2. Kreisklasse Nord).

Die Trainersuche gestaltete sich für MTSV-Obmann Detlef Detjen nicht einfach, doch mit der Verpflichtung von Rainer Duray gab es ein perfektes Ende. „Rainer stand auf unserer Wunschliste an erster Stelle. Er verfügt über einen riesen Erfahrungsschatz, ist menschlich ein super Typ und wird unserer Mannschaft guttun“, betonte Detjen.
Respekt vor dem Hesedorfer, der immer noch viel Herzblut in seine Arbeit steckt und schon ans Aufhören gedacht hatte. „Ich war fest entschlossen, mich nach meiner schönen Zeit in Oerel aufs Altenteil zurückzuziehen. Als ich das meinen drei Enkelkindern erzählte, war die Aufregung groß, und alle meinten, Opa du musst weiter als Trainer arbeiten“, erzählt Rainer Duray mit einem Augenzwinkern.
Als dann die Anfrage aus Selsingen kam, wurde im Familienrat kontrovers diskutiert. „Ich habe die Mannschaft beobachtet und glaube, dass dort ein guter Zusammenhalt herrscht. Daher glaube ich, dass sie über ihre gute Mentalität und vielleicht auch mit dem nötigen Quäntchen Glück den Klassenerhalt schaffen werden. Und vielleicht sorgt die Trainerverpflichtung ja für einen zusätzlichen Schub“, betont Duray, der auch im Falle eines Abstieges seine Zusage einhalten wird.
Sein primäres Ziel muss es sein, die Routiniers wie Carsten Müller, Tanis Metscher, Matthias Augustin, Kevin Knubben oder Hanke Wehber für eine gemeinsame erste Saison zu gewinnen. Das wäre für den eingeleiteten Umbruch sehr hilfreich. „Die Jungs würden mir mit ihrer Erfahrung mega helfen. Ich denke, die Zukunft sieht gut aus, denn es rücken stetig gute Nachwuchsspieler nach“, unterstreicht Duray.
Kein „verflixtes“ siebtes Jahr
Beim TSV Oerel/Barchel blickt der 71-Jährige auf eine erfolgreiche und harmonische Zeit zurück. Höhepunkt war in der Saison 2018/2019 der Aufstieg in die 1. Kreisklasse. „Wir sind leider nach drei Spielzeiten wieder abgestiegen, weil einige Leistungsträger den Verein verlassen haben. Das war nicht zu kompensieren“, sagt Duray. Zu seinem Abschied meint er: „Die Mannschaft braucht Veränderungen, eine andere Ansprache und neue Ideen“.
„Ich kenne keinen, der sich so extrem vom Fußball fasziniert zeigt. Rainer ist ein echtes Unikat“, sagt TSV-Obmann Bernd Saß, der sich auf die gemeinsame Mannschaftsfahrt im Juni freut. „Wir werden auf Malle unseren Abschied gebührend feiern“, schmunzelt Saß. (mk)

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