Sonntag, 14. April 2024

Doppelt schmerzhafte Niederlage: Handballer verlieren – Weber verletzt

Die Serie ist gerissen. Nach vier Spielen ohne Niederlage unterlag Handball-Verbandsligist TSV Bremervörde in Dinklage mit 31:34. Die Grün-Roten mussten die Tabellenführung an Grüppenbühren/Bookholzberg abgeben. Viel schwerer wiegt aber, dass der TSV möglicherweise wegen Verletzung länger auf seinen Spielmacher Felix Weber verzichten muss.
Gleich zu Beginn wurde Weber im Tempogegenstoß rüde gestoppt, eine Hand des Gegenspielers landete im Gesicht, die andere auf den Fingern. Und die schwollen direkt an. Ein rotwürdiges Foul, wie der TSV-Mittelmann fand, nachdem er sich die Szene im Video noch einmal angesehen hatte. Die Schiedsrichter zückten die Karte aber ebenso wenig wie später bei einem weiteren harten Einsteigen der Gastgeber. Und Weber biss trotz heftiger Schmerzen auf die Zähne. Ihm blieb auch gar nichts anderes übrig, denn wiederum musste seine Mannschaft mit kleiner Besetzung auskommen.
Der schmale Kader sollte sich dann in der Schlussphase einer recht hart geführten Partie bemerkbar machen. „Am Ende war der Kräfteverschleiß zu groß. Wir haben keinen Druck mehr aufs Tor bekommen“, sagte Trainer Adnan Salkic nach der Partie. Vorwürfe mochte er seinen Spielern aber keine machen. Die kämpferische Einstellung sei auch diesmal wieder top gewesen.
Wie in der Vorwoche gegen Grüppenbühren waren die Bremervörder zunächst deutlich in Rückstand geraten. 4:0 führte Dinklage nach 180 Sekunden. „Den Anfang haben wir wieder verpennt“, meinte der Coach, für dessen Team der erste Treffer durch Lars von Kamp dann der Weckruf war. Weber, David Meinke und David Lüer legten nach. Mit viel Tempo nach vorne und starker Defensivleistung machten die Gäste aus dem Rückstand eine 17:14-Pausenführung. Die hielt bis Mitte der zweiten Halbzeit, ehe Dinklage wieder vorne lag. Die TSVer kamen aber noch einmal zurück, glichen aus (26:26, 27:27) und verkürzten in der 54. Minute noch einmal auf 29:28. „Spätestens da hat man aber gemerkt, dass die Kräfte verbraucht waren. Dinklage hat uns dann mit unseren eigenen Mitteln geschlagen“, sagte Coach Adnan Salkic.
Vorwürfe machte er seinem Team aber nicht. „Die Jungs haben wieder alles gegeben und freuen sich jetzt auf die Osterpause zur Regeneration. Und ich hoffe wirklich sehr, dass bei Felix nichts gebrochen ist“, meinte Salkic mit Blick auf die verletzte Hand seines Rückraumspielers und die verbleibenden sechs Saisonspiele; die nächste Partie gibt es am 7. April in Elsfleth. (mib)

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