Dienstag, 20. April 2021

Robbe „Vördi“ der neue Star im Oste-Hafen

Seit Wochen erfreuen sich Spaziergänger an dem Seehund im Bremervörder Hafen. Manch Schaulustiger sorgt sich aber auch: „Findet er nicht zurück zur See?“ Ein Experte kann die Tierfreunde beruhigen.

Vor vier Wochen war er plötzlich im zugefrorenen Bremervörder Hafen aus einem Eisloch aufgetaucht, wenige Wochen vor Frühlingsbeginn ist der Überraschungsgast immer noch da: Der Seehund, die BZ-Redaktion hat ihn „Vördi“ getauft, fühlt sich ganz offensichtlich so richtig wohl in der Oste. Und entlang des Flusses ist er inzwischen zu einem kleinen Star geworden. Nicht nur die BZ hat mehrfach über ihn berichtet. Auch überregional sorgt das Tier für Schlagzeilen, zuletzt am Dienstag in einem NDR-Beitrag.

Mindestens 60 Kilometer von der Elbe die Oste flussaufwärts muss der Seehund zurückgelegt haben. Das klingt erst einmal ziemlich ungewöhnlich, ist es laut Experten aber gar nicht. Solange Sperrwerke oder Staustufen den Weg nicht versperren, zieht es die Tiere immer mal wieder auch in die Flüsse. „Das ist recht normal und kommt in fast allen Flüssen vor, wenn es genügend Nahrung und Ruhe gibt“, sagte Dr. Peter Lienau, Leiter der Seehundstation Nationalpark-Haus in Norden gegenüber der BZ. Der Rückweg bis zur Elbe sei für Seehunde nur ein Tagesausflug.

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