Mittwoch, 25. Mai 2022

Heimsieg nach langer Pause

Bremervörde. Corona steckt ihnen noch in den Knochen, dennoch haben Bremervördes Handballer nach fünfwöchiger Spielpause den 12. Saisonsieg hingelegt. Der Verbandsligist setzte sich am Sonnabend vor rund 150 Zuschauern mit 32:25 gegen die HSG Hunte-Aue Löwen II durch. Mit dem siebten Sieg im siebten Heimspiel festigte das Team den zweiten Tabellenplatz hinter dem TV Oyten.

Die Fans mussten sich lange gedulden, um wieder ein Handballspiel in Bremervörde zu sehen. Die letzte Heimpartie liegt sechs Wochen zurück, weil viele Corona-Fälle für eine Zwangspause gesorgt hatten. Die lange Trainings- und Spielpause machte sich am Sonnabend in einigen Phasen bemerkbar. Die Abläufe in der Offensive passten nicht immer. So unterliefen den Bremervördern ungewöhnlich viele Fehler im Angriff. Vor allem im ersten Durchgang landete der eine oder andere Pass im Aus statt beim Mitspieler. Die Gastgeber blieben nach 8:4-Führung zehn Minuten ohne Torerfolg.

Dafür boten die Grün-Roten aber eine erneut bärenstarke Leistung in der Defensive und belohnten sich immer wieder mit Toren über Gegenstöße oder die zweite Welle. „Das war heute auch unsere Marschroute. Und die ist aufgegangen“, sagte Trainer Adnan Salkic. Sein Trainerkollege Robert Helmerking sah darin ebenfalls den entscheidenden Faktor dafür, „dass die bessere Mannschaft völlig verdient gewonnen hat“. „Mit Tempo, der besseren Abwehr und dem besseren Torhüter haben uns die Bremervörder zermürbt“, sagte der Gästecoach, dessen Team nicht an die beiden zuletzt starken Leistungen anknüpfen konnte und auf einige Spieler verzichten musste.

TSV-Trainer Salkic war hingegen insgesamt zufrieden, dass seine Mannschaft nach der langen Pause erfolgreich war und die Partie dominierte. „Ich freue mich, dass wir das unter diesen Umständen so hinbekommen haben. Und ich freue mich, dass wir alle Spieler einsetzen konnten“, meinte Salkic. So durfte auch der noch dem jüngeren A-Jugend-Jahrgang angehörende Luca Todisco sein Debüt im Verbandsliga-Herrenteam geben. Er holte unter anderem einen Siebenmeter und zwei Zeitstrafen heraus. „Eine Belohnung für eine gute Trainingswoche. Alle sollen am Erfolg teilhaben“, meinte der TSV-Coach, der in der Schlussphase mit Luca Todisco, Niklas Hollstein, Marvin Mühlmann, David Meinke oder Finn Schröder eine ganz junge Truppe auf dem Feld stehen hatte, während erfahrene Spieler wie Felix Weber oder Jan-Ole Thode verschnaufen durften.

Der TSV mit dem 14-fachen Torschützen Lars von Kamp hatte sich gegen den Tabellenvorletzten nach 3:3-Zwischenstand auf 8:3 und 15:8 abgesetzt, lag zur Pause mit 17:10 und Mitte der zweiten Halbzeit deutlich mit 27:16 vorn. Die Gäste kämpften zwar und verkürzten noch einmal auf 28:23, der Bremervörder Sieg war aber nicht in Gefahr.

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