Mittwoch, 10. August 2022

Ein Hauch von Hawaii am Vörder See

Bremervörde. Bestes Sommerwetter, etwa 300 hochmotivierte Sportlerinnen und Sportler, ein engagiertes Orga-Team und mehr als 100 Helfer – das waren die Zutaten für eine gelungene Premiere in Bremervörde: Am Sonnabend fand dort der 1. Oste-Triathlon statt, und es soll nicht der letzte gewesen sein. Die zweite Auflage soll es am letzten Juniwochenende 2024 geben – dann aller Voraussicht nach auf zwei Tage aufgeteilt.

Auf diesen Moment mussten Silke Lorenz, Theresa Borgardt, Thomas Meyer und Thomas Wagner lange warten. Zwei Jahre nach dem ursprünglich geplanten Termin konnte Schirmherr David McAllister zusammen mit Bürgermeister Michael Hannebacher am Sonnabend pünktlich um 10 Uhr am Strandbereich des Vörder Sees endlich den Startschuss für den 1. Oste-Triathlon geben. Die Macher vom Bremervörder City- und Stadtmarketingverein (BCSM) strahlten mit dem Europa-Abgeordneten aus dem Kreis Cuxhaven und der über dem Vörder See stehenden Sonne um die Wette. Die Erleichterung darüber, dass es mit der sportlichen Großveranstaltung endlich geklappt hat, war allen anzumerken.

Großes Lob vom Verband

Und die „vier Verrückten“, wie Moderator Marc Lorenz aus Bremen das Orga-Team bezeichnete, heimsten denn auch ein Riesenlob von oberster Triathlon-Stelle ein. „Ihr habt durchgehalten, seid eurem Konzept treu geblieben und habt eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt. Das freut uns vom Verband sehr“, sagte Heino Grewe-Ibert, Vizepräsident des Niedersächsischen Triathlonverbandes. Dabei hätte der Triathlon-Experte aus der Wingst eigentlich gar nicht in Bremervörde sein sollen, sondern die niedersächsischen Topathleten bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin unterstützen müssen. „Ich habe mich aber bewusst für die Premiere in Bremervörde entschieden“, sagte er bei der Siegerehrung.

Strahlende Siegerinnen und Sieger gab es am Sonnabend jede Menge. Denn: Nach 400 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer laufen als Finisher durch den großen, roten Zielbogen vor dem Haus am See zu laufen, war für ganz viele Triathlon-Neulinge allein schon ein großer Erfolg, ohne am Ende auf dem Siegerpodest zu stehen. So meinte etwa Jan Postels aus Selsingen: „Ich freue mich, es geschafft zu haben. Ein tolles Event und eine klasse Atmosphäre hier am See“, meinte der Ausdauerläufer aus Selsingen, nachdem er direkt im Ziel Medaille und T-Shirt bekommen hatte.

Einer, der schon auf unzähligen Triathlon-Veranstaltungen dabei war, war ebenfalls begeistert und versprach wieder zu kommen: „Ironman“ Lothar Leder. „Hier gibt es ein großes Potenzial, hier geht noch viel mehr, motivierte der Modellathlet aus Darmstadt und sportliche Star des 1. Oste-Triathlons die Veranstalter und gab ihnen den ein oder anderen Tipp mit auf den Weg. Diese nahm das BCSM-Quartett gerne an. „Für uns ist das ja alles neu. Wir lernen noch und sind für jeden Hinweis dankbar“, sagte Thomas Wagner, der hofft, dass sich für dieses sportliche Highlight am Vörder See auch künftig genügend motivierte Helferinnen und Helfer finden lassen, sodass der Oste-Triathlon einen festen Platz im Sportkalender finden kann und wird.

Noch mal zurück zu Lothar Leder: Der dreimalige Ironman-Gewinner trug am Sonnabend seinen Teil zum Sieg der Firmen-Staffel von Sponsor BEST bei. Der Modellathlet übernahm den Schwimm-Part, war mit 6:26 Minuten am schnellsten unterwegs und übergab an Radfahrer Tobias Burmeister. Den Erfolg lief schließlich Timon Rademacher ins Ziel, während Firmenchef Hans-Peter Burmeister an seinem Geburtstag als Einzelstarter unterwegs war.

Schneller Moorexpress

Im Wettbewerb Jedermann-Staffel mussten drei Gnarrenburger nach dem Zieleinlauf bis zur Siegerehrung eine ganze Weile am See ausharren, denn der Moorexpress II mit Schwimmer Julian Oskamp, Radler Klaus Tiedemann und dem Ivorer Casimir Yao gewann diese Konkurrenz in schnellen 1:06:42 Stunden.

Bei jeder Menge Lob für die Triathlonpremiere gab es auch einen ganz kleinen Dämpfer, was die Teilnehmerzahl im Einzel der „Jedermänner“ betrifft. Waren in der bereits seit zwei Jahren bestehenden Anmeldeliste noch über 250 Starterinnen und Starter verzeichnet, so waren es nach corona-bedingten Absagen in 2020 und 2021 letztlich doch deutlich weniger, die sich an die sportliche Herausforderung wagten. Das tat der Veranstaltung aber keinen Abbruch. „Wir können zufrieden sein, keiner hat gemeckert“, freute sich Thomas Wagner über das positive Feedback der Teilnehmenden.

Ganz oben auf dem Podest bei den „Profis“ standen zwei Athleten aus Bremen. Niklas Günther von den „Triathlöwen“ unterbot mit 58:31 Minuten ebenso die Ein-Stunden-Marke wie sein Teamkollege Daniel Lang (58:45). Platz drei ging an einen Sportler aus dem Landkreis. Axel Mehrtens von der sehr aktiven Triathlongruppe des SV Hepstedt/Breddorf fehlten nur zwei Sekunden, um ebenfalls unter einer Stunde zu bleiben. Er brauchte 1:00:01 Stunden. Schnellste Frau in dieser Konkurrenz war die Bremerin Eva Vosshans (1:06:00), während Carina Brettmann (TV Sottrum) bei den „Jederfrauen“ in 1:08:03 Stunden ebenfalls flott unterwegs war und vor der Hamburgerin Alina Mogk und Simone Witz (Groß Meckelsen) gewann. Bei den „Jedermännern“ gewann Erik Henkel (1:04:20) vor Marius Gillner (Otterndorf, 1:04:29) und dem Ober Ochtenhausener Heiko Märkert (1:05:44).

Weitere Impressionen vom Triathlon finden Sie in der morgigen BZ.

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